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Reparatur ohne physischen Zugriff

Windows Server 2025 erhält Quick Machine Recovery

Mit dem Oktober-Update lassen sich nicht startende Server über die Wiederherstellungsumgebung reparieren. Die Cloud-Funktion ist standardmäßig aus.

Windows Server 2025 erhält Quick Machine Recovery
Quelle: Anton Watman / Shutterstock.com

Microsoft hat die Funktion Quick Machine Recovery (QMR), auf Deutsch Schnelle Computerwiederherstellung, auf Windows Server 2025 ausgeweitet. Administratoren können sie nach der Installation des Sicherheitsupdates vom Oktober 2026 nutzen. Das hat Microsoft im Windows Message Center mitgeteilt.

„Mit dem Sicherheitsupdate vom Oktober 2026 wird die schnelle Computerwiederherstellung auf Windows Server 2025 ausgeweitet.”
Microsoft

Reparatur ohne physischen Zugriff

Mit Quick Machine Recovery lassen sich schwerwiegende Startprobleme über gezielte Korrekturen aus Windows Update beheben, ohne physisch auf das betroffene System zugreifen zu müssen. Startet Windows etwa wegen einer geänderten Konfiguration oder eines neuen Treibers nicht mehr, bootet das System in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) und startet das QMR-Werkzeug. Es übermittelt Absturzdaten an Microsoft und sucht in Windows Update nach passenden Korrekturen. Microsoft kann das Problem dann aus der Ferne beheben, etwa indem Einstellungen angepasst oder fehlerhafte Treiber und Updates entfernt werden.

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Aktivierung per Gruppenrichtlinie

Auf Windows Server 2025 ist die Korrektur aus der Cloud standardmäßig deaktiviert. Administratoren können sie per Gruppenrichtlinie unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Quick Machine Recovery einschalten. Lokal geschieht das über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien mit Administratorrechten, in Domänen über die Gruppenrichtlinienverwaltung. Dafür sind Rechte zum Bearbeiten des Gruppenrichtlinienobjekts und zum Verknüpfen mit der gewünschten Organisationseinheit nötig.

Zum Abschalten müssen Administratoren dort die Richtlinie Enable Cloud Remediation deaktivieren, um Korrekturen aus der Cloud zu verhindern, sowie Enable Auto Remediation, um die automatische Anwendung lokaler Korrekturpakete zu unterbinden.

Reaktion auf CrowdStrike-Ausfall

Microsoft hatte Quick Machine Recovery im November 2024 auf der Konferenz Ignite im Rahmen der Windows Resiliency Initiative vorgestellt. Anlass war der weltweite Ausfall im Juli 2024, bei dem ein fehlerhaftes Update der Sicherheitssoftware CrowdStrike Falcon Millionen Windows-Geräte unbrauchbar machte. Unter Windows 11 bleibt die Funktion auf Geräten in Domänen und verwalteten Unternehmensgeräten ebenfalls ausgeschaltet, bis Administratoren sie aktivieren.

(red)

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