Höhere Kosten für Gerätehersteller

Microsoft erhöht Windows-11-Lizenzpreise für OEMs deutlich stärker als gewohnt

Preis hoch

Microsoft hat die Windows-11-Lizenzgebühren für PC-Hersteller seit Juli 2026 um 7 bis 10 Prozent angehoben, deutlich stärker als in den Vorjahren.

Laut dem zitierten Manager eines PC-Herstellers erhöht Microsoft die OEM-Lizenzgebühren üblicherweise jedes Jahr, allerdings meist nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der aktuelle Anstieg von 7 bis 10 Prozent falle damit deutlich stärker aus als in früheren Jahren. Die genaue Höhe der Erhöhung unterscheidet sich dabei von Hersteller zu Hersteller, da Microsoft mit einzelnen OEMs jeweils eigene Konditionen aushandelt und größere Abnehmer wie Dell, HP, Asus, Acer und Lenovo üblicherweise bessere Konditionen erhalten als kleinere Hersteller.

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Zusätzlich zahlen Systeme mit leistungsstärkeren Prozessoren tendenziell höhere Lizenzgebühren als einfach ausgestattete Einsteigergeräte, wodurch insbesondere Gaming-PCs und Workstations von der Erhöhung stärker betroffen sein dürften. Die Endkundenpreise für einzeln erworbene Windows-11-Lizenzen bleiben von der Erhöhung unberührt, Windows 11 Home kostet weiterhin 99 US-Dollar, Windows 11 Pro 199 US-Dollar.

Zusätzliche Belastung in einem bereits angespannten Marktumfeld

Die Preiserhöhung trifft PC-Hersteller in einer ohnehin angespannten Kostensituation: Die Preise für Arbeitsspeicher sind Berichten zufolge seit Anfang 2026 um rund 110 Prozent gestiegen, SSD-Speicher um etwa 147 Prozent. Der Laptop-Hersteller Framework hatte bereits in einem eigenen Preisupdate im Juli erklärt, gestiegene Windows-Lizenzkosten würden neben höheren Prozessor-, Speicher- und Massenspeicherpreisen in die eigene Preisgestaltung einfließen. Für den taiwanesischen Markt rechnen Branchenbeobachter im dritten Quartal 2026 mit einem weiteren Anstieg der fertigen PC-Preise um bis zu 5 Prozent, wobei die Durchschnittspreise von Asus-Geräten dort bereits um rund 30 Prozent gestiegen sein sollen. Microsoft selbst äußerte sich auf Anfragen von Fachmedien bislang nicht zu den Berichten über die Preiserhöhung.

(red)

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