KI hält zunehmend Einzug in deutsche Personalabteilungen, auch wenn die tatsächliche Nutzung insgesamt noch überschaubar bleibt.
Für die Erhebung befragte Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zwischen der 18. und 25. Kalenderwoche 2026 telefonisch 602 Unternehmen ab drei Beschäftigten in Deutschland. Am häufigsten setzen Unternehmen KI demnach bei der individuellen Weiterbildung ihrer Beschäftigten ein, bereits in 16 Prozent der Fälle, nach 12 Prozent im Jahr 2024. Weitere 58 Prozent können sich einen Einsatz vorstellen.
Beim Verfassen von Arbeitszeugnissen setzen inzwischen 14 Prozent der Unternehmen KI ein, weitere 52 Prozent zeigen Interesse, gegenüber lediglich 45 Prozent Interesse im Jahr 2024. Beim Onboarding neuer Mitarbeitender nutzen ebenfalls 14 Prozent bereits KI, 36 Prozent können sich das vorstellen, nach 11 Prozent tatsächlicher Nutzung 2024.
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder ordnete die insgesamt noch verhaltene Nutzung so ein:
„Gerade im Personalbereich ist die Hemmschwelle für den Einsatz von KI höher als in vielen anderen Unternehmensbereichen. Viele Unternehmen sind hier noch zurückhaltend, auch aus Sorge, beim Umgang mit sensiblen Personaldaten gegen Datenschutzvorgaben zu verstoßen. Hinzu kommen Unsicherheiten bei der praktischen Umsetzung des AI Act, der bestimmte KI-Anwendungen im Personalbereich als Hochrisiko-Systeme einstuft.“
Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer
Deutlichstes Wachstum bei der Arbeitsbelastungsbewertung
Bei der automatisierten Beantwortung interner Personalanfragen setzen bereits 13 Prozent der Unternehmen KI ein, 53 Prozent können sich das vorstellen. Besonders stark wuchs der Einsatz bei der Bewertung der Arbeitsbelastung von Beschäftigten: Hier stieg die tatsächliche Nutzung von 6 Prozent im Jahr 2024 auf inzwischen 13 Prozent, offen dafür zeigen sich weitere 28 Prozent, nach 19 Prozent im Vorjahr. Bei der Bewertung der Arbeitsleistung setzen aktuell 12 Prozent der Unternehmen KI ein, 27 Prozent können sich dies künftig vorstellen.

(Bitkom/red)