Im Werbevideo kämpft der Roboter und hebt ein Auto an. Ob er dabei autonom handelt, zeigt das Material nicht. Preis und Marktstart sind offen.
Unitree zeigt humanoiden Roboter H2-X als Bodyguard

Der chinesische Robotikhersteller Unitree Robotics hat den humanoiden Roboter H2-X Kung Fu Legend Guardian vorgestellt. Das Unternehmen positioniert ihn für Patrouillen, Personenschutz und Rettungseinsätze.
„Leistungsstarke Performance, um dir zu dienen und dich zu schützen, mit einer maximalen Ausdauer von etwa 8 Stunden”, schreibt Unitree auf X.
Kampfsport und angehobenes Auto
Das Vorstellungsvideo zeigt den Roboter bei Schlägen, Tritten, Sprüngen und akrobatischen Kampfsportbewegungen. In einer gestellten Szene wehrt er einen Angreifer ab, in einer anderen hebt er die Front eines Autos an, offenbar um eine darunter eingeklemmte Person zu befreien. Zudem tritt er eine Delle in eine Fahrzeugkarosserie und landet nach einem Sprung aus größerer Höhe.
Unabhängige Tests oder kontrollierte Messungen zu diesen Fähigkeiten gibt es nicht. Das Video belegt auch nicht, dass der Roboter selbstständig handelt. Die Bewegungen könnten ferngesteuert, vorab programmiert oder eine Kombination aus beidem sein. Wie Unitree die angegebene Ausdauer von acht Stunden gemessen hat, hat das Unternehmen nicht offengelegt. Laut einem Bericht könnte sich der Wert auf den Betrieb im Stehen beziehen.
Abstand von zwei bis drei Metern
Unitree empfiehlt, während des Betriebs zwei bis drei Meter Abstand zu dem Roboter zu halten und ihn sicher und freundlich zu verwenden. Ein vollständiges Datenblatt für den H2-X hat das Unternehmen nicht veröffentlicht. Er basiert laut Berichten auf dem bestehenden Modell H2, das etwa 1,82 Meter groß ist, mit Akku rund 70 Kilogramm wiegt und über 31 Freiheitsgrade verfügt. Das H2 wird laut Notebookcheck für rund 29.900 US-Dollar angeboten. Preis, Verkaufsstart und Zeitplan für die Markteinführung des H2-X hat Unitree nicht genannt.
Unitree ist vor allem für seine vierbeinigen Roboter und humanoiden Modelle wie den G1 bekannt. Für Unternehmen, die humanoide Roboter in Lagern, Fabriken oder im Sicherheitsbereich einsetzen wollen, sind Fragen der Autonomie und der Sicherheit im Umgang mit Menschen bislang weitgehend ungeklärt.
(red)




