Bevorzugung von virtuellen Anteilen

Jedes dritte deutsche Startup beteiligt Mitarbeiter am Erfolg

Startup, Start-up

Laut einer Bitkom-Umfrage beteiligt gut jedes dritte Tech-Startup in Deutschland seine Mitarbeiter am Erfolg. Virtuelle Anteile boomen.

Viele Technologie-Startups nutzen finanzielle Beteiligungen, um qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Eine aktuelle Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 102 deutschen Tech-Startups zeigt, dass derzeit 36 Prozent der Unternehmen ihre Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen. Weitere 41 Prozent planen oder erwägen diesen Schritt für die Zukunft. Nur 17 Prozent der befragten Startups schließen eine solche Beteiligung grundsätzlich aus.

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Der Kreis der berechtigten Personen ist in den teilnehmenden Betrieben sehr unterschiedlich definiert:

  • Bei 27 Prozent der Startups mit Mitarbeiterbeteiligung wird die gesamte Belegschaft einbezogen.
  • Bei 32 Prozent werden ausgewählte Beschäftigte beteiligt.
  • Bei 19 Prozent beschränkt sich die Beteiligung ausschließlich auf die Gründer.
  • Bei 11 Prozent sind nur das Gründungsteam sowie das Management beteiligt.

„Wer keine üppigen Festgehälter zahlen kann, setzt im Wettbewerb um die klügsten Köpfe oft auf Erfolgsbeteiligungen. Viele Startups haben hier noch Potenzial, indem sie größere Teile der Belegschaft beteiligen. Voraussetzung dafür sind gesetzliche Vorgaben, die wirklich einfach und steuerlich attraktiv sind.“

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Ralf Wintergerst, Bitkom-Präsident

Bevorzugung von virtuellen Anteilen gegenüber realem Eigentum

Bei der Ausgestaltung der Beteiligungsmodelle zeichnet sich eine deutliche Verschiebung ab. Die große Mehrheit der Startups setzt auf virtuelle Anteile. Diese vertraglichen Zusagen beteiligen die Beschäftigten bei einem späteren Verkauf des Unternehmens am Erlös, ohne ihnen echte Gesellschafter- oder Stimmrechte einzuräumen. Einige Startups nutzen auch mehrere Optionen parallel.

Die Verteilung der genutzten Modelle im Vergleich zum Vorjahr:

  • Virtuelle Anteile werden von 84 Prozent genutzt (2025: 71 Prozent).
  • Anteilsoptionen kommen bei 11 Prozent zum Einsatz (2025: 23 Prozent).
  • Reale Unternehmensanteile werden von 8 Prozent übertragen (2025: 20 Prozent).

Hintergrund der Erhebung

Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage von Bitkom Research, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde. Zwischen der Kalenderwoche 21 und der Kalenderwoche 27 im Jahr 2026 wurden dafür 102 deutsche Tech-Startups befragt, unter denen sich 37 Unternehmen befanden, die bereits Mitarbeiterbeteiligungen praktizieren. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, liefert jedoch ein aussagekräftiges Stimmungsbild für die deutsche Startup-Branche.

(Bitkom/red)

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