VMware-Preise

Fünf Verbände fordern schnelles Eingreifen gegen Broadcom

Broadcom
Bildquelle: Tada Images/Shutterstock.com

Der Preisstreit um VMware weitet sich aus. Statt nur eines einzelnen Cloud-Verbands wenden sich nun gleich fünf Organisationen an Brüssel und drängen auf ein rasches Einschreiten gegen Broadcom.

Auslöser des Konflikts ist die Neuordnung des Partnerprogramms für Cloud-Anbieter, die Broadcom bei VMware durchgesetzt hat. Der Chipkonzern hatte den Virtualisierungsspezialisten 2023 übernommen. Seither klagen Anbieter über massiv gestiegene Preise und darüber, dass Tausende von ihnen schlicht keinen Zugang mehr haben, um VMware zu vertreiben oder einzusetzen.

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Vom Einzelantrag zur breiten Front

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Verband CISPE (Cloud Infrastructure Services Providers in Europe), zu dessen knapp 50 Mitgliedern über assoziierte Partnerschaften auch Microsoft und Amazon zählen. Bereits im März hatte CISPE bei der EU-Kommission auf eigene Faust eine vorläufige Maßnahme gegen Broadcom beantragt, mit dem Erfolg, dass die Kommission daraufhin Broadcom zu den geänderten VMware-Lizenzbedingungen befragte.

Jetzt bekommt CISPE prominente Unterstützung, wie Reuters berichtet: Der belgische Digitalverband Beltug, der französische Cigref, der deutsche VOICE-Verband sowie CIO Platform Nederland aus den Niederlanden haben sich der Initiative angeschlossen. In einem gemeinsamen, auf den 10. Juli datierten Brief an die zuständigen EU-Kommissare Teresa Ribera (Wettbewerb) und Henna Virkkunen (Digitalpolitik) dringen die fünf Organisationen darauf, in aller Deutlichkeit jetzt zu handeln und Sofortmaßnahmen zu verhängen.

Als konkrete Forderung nennen sie eine mindestens dreijährige Übergangsfrist, die den betroffenen Anbietern Zeit verschaffen soll, während parallel dazu die eigentliche kartellrechtliche Prüfung gegen Broadcom fortgesetzt wird.

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Broadcom sieht das anders

Der Konzern weist die Vorwürfe zurück. Aus Sicht von Broadcom handelt es sich bei CISPE um eine Organisation, die von großen Hyperscalern finanziert werde und ein verzerrtes Bild der Marktlage zeichne. Man wolle weiterhin substanziell in die europäischen VMware-Cloud-Service-Partner investieren, so ein Unternehmenssprecher, um diesen echte Alternativen zu den Hyperscalern zu bieten und den Anforderungen europäischer Unternehmen gerecht zu werden.

Die EU-Kommission hat den Eingang des Briefs bestätigt. Eine inhaltliche Stellungnahme dazu steht bislang aus.

(red)

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