KI-Boom verschiebt Fokus

Dramatischer Speichermangel für 2027 prognostiziert

DRAM
Bildquelle: Remus Rigo/Shutterstock.com

Die drei größten DRAM-Hersteller SK Hynix, Samsung und Micron prognostizieren für 2027 historische Lieferengpässe bei Speicherbausteinen wegen des KI-Booms.

Der Halbleiterhersteller SK Hynix prognostiziert für das Jahr 2027 erhebliche Lieferengpässe in der Speicherindustrie. Laut Marktberichten wird die Produktion weit hinter der weltweiten Nachfrage zurückbleiben, wobei diese Verknappung voraussichtlich bis über das Jahr 2030 hinaus anhalten soll. Der Vorstandsvorsitzende von SK Hynix prognostizierte gegenüber Reuters, dass die Branche im Jahr 2027 die „schlimmsten aller Zeiten“ Lieferengpässe erleben werde. Diese Einschätzung deckt sich mit den Erwartungen der Konkurrenten Samsung und Micron. Samsung warnt ebenfalls vor 2027 als dem kritischsten Jahr und erwartet anhaltende Engpässe bis mindestens 2028 und darüber hinaus. Micron geht davon aus, in den kommenden Jahren lediglich 40 bis 50 Prozent des gesamten Marktbedarfs bei DRAM und NAND decken zu können.

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KI-Boom verschiebt Fokus auf Premium-Segmente

Als Hauptursache für den Mangel gilt die stark gestiegene Nachfrage durch Unternehmenskunden im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie langfristige Lieferverträge. Die drei führenden DRAM-Produzenten priorisieren zunehmend margenstarke Premium-Produkte wie High Bandwidth Memory (HBM) und LPDDR5X. Standard-Speicherkomponenten wie DDR4, DDR5 sowie LPDDR-Arbeitsspeicher der Einstiegsklasse werden infolgedessen nachrangig behandelt. Während diese Priorisierung die Gewinne von SK Hynix, Micron und Samsung steigert, führt sie im Endkundenmarkt zu deutlichen Preiserhöhungen. Diese Preissteigerungen betreffen IT-Komponenten und Plattformen wie PCs, Smartphones und Spielekonsolen.

Investitionen in neue Fertigungsstätten

Um der Verknappung entgegenzuwirken, planen die Hersteller milliardenschwere Expansionen über mehrere Jahre. SK Hynix, das kürzlich sein Debüt an der Nasdaq-Börse feierte, errichtet neue Fabriken und Produktionsanlagen in Südkorea. Zudem prüft das Unternehmen den Bau weiterer Fertigungsstätten in den USA, Japan und Südostasien, wobei diese Pläne noch nicht finalisiert sind. Micron hat bereits mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte für die DRAM-Fertigung begonnen.

(red)

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