Der operative Gewinn stieg im dritten Quartal laut vorläufigen Zahlen auf 107,4 Billionen Won. Treiber sind Speicherchips für KI-Rechenzentren.
Samsung meldet 80 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

Samsung Electronics hat am 8. Oktober vorläufige Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der operative Gewinn lag demnach bei rund 107,4 Billionen Won, umgerechnet etwa 80,2 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf er erstmals in der Firmengeschichte die Marke von 100 Billionen Won. Laut Reuters ist es der höchste Quartalsgewinn, den ein Technologieunternehmen bisher ausgewiesen hat. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Plus von 782 Prozent, gegenüber dem Vorquartal einem Anstieg um rund 20 Prozent.
Umsatz mehr als verdoppelt
Der Umsatz stieg auf rund 195 Billionen Won, etwa 146 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal 2025 hatte Samsung 86,1 Billionen Won umgesetzt und einen operativen Gewinn von 12,2 Billionen Won erzielt. Der Gewinn des dritten Quartals 2026 ist damit mehr als doppelt so hoch wie der operative Gewinn des gesamten Jahres 2025 von 43,6 Billionen Won. Ergebnisse für die einzelnen Sparten nennt Samsung in den vorläufigen Zahlen nicht. Die vollständigen Zahlen sollen am 29. Oktober folgen.
Der Gewinn lag leicht über der Schätzung von LSEG, die auf Angaben von 21 Analysten basiert und rund 106 Billionen Won vorsah. Der Umsatz blieb dagegen unter der Erwartung von FactSet mit rund 207 Billionen Won. „Samsung hat einen Rekordgewinn erzielt und die Erwartungen dennoch verfehlt, was zeigt, wie anspruchsvoll der KI-Handel geworden ist“, sagte Josh Gilbert, leitender Analyst für den Asien-Pazifik-Raum bei der Investmentplattform eToro.
Speicher für KI, Verluste bei Smartphones
Treiber ist die hohe Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren und die damit gestiegenen Preise für DRAM, NAND und HBM. Laut dem Analysten Douglas Kim von Douglas Research Advisory stiegen Samsungs HBM-Auslieferungen gemessen in Bits gegenüber dem Vorquartal um fast 50 Prozent.
Die Smartphone-Sparte dürfte dagegen laut Analysten einen Verlust ausweisen. Gründe sind eine schwächere Nachfrage und höhere Kosten, insbesondere für Speicherchips. Zudem belastet der stärkere Won die Sparten für Smartphones und Haushaltsgeräte.
(red)




