Messaging-Wechsel nötig

Samsung stellt seine Nachrichten-App ein

Samsung Galaxy S23 Ultra
Bildquelle: Framesira / Shutterstock.com

Samsung zieht sich aus dem Messaging-Geschäft zurück. Ab Juli 2026 ist Schluss mit der eigenen App. Dann bleibt nur noch Googles Alternative.

Wer auf einem Samsung-Smartphone noch die hauseigene Nachrichten-App nutzt, sollte sich langsam umgewöhnen. Der südkoreanische Hersteller hat in einer Mitteilung auf seiner US-Website angekündigt, Samsung Messages im Juli 2026 einzustellen. Danach lassen sich über die App keine Nachrichten mehr verschicken, mit Ausnahme von Notrufen und gespeicherten Notfallkontakten.

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Überraschend kommt das nicht. Schon seit 2024 liefert Samsung seine Flaggschiff-Geräte ohne die eigene Nachrichten-App aus. Auf der aktuellen Galaxy-S26-Reihe lässt sie sich nicht einmal mehr nachinstallieren. Der Galaxy Store wird die App nach der Abschaltung ebenfalls nicht mehr anbieten.

Der Wechsel zu Google Messages

Samsung verweist Nutzer auf Google Messages und spricht von einer einheitlichen Messaging-Erfahrung unter Android. In den kommenden Monaten sollen In-App-Hinweise den Umstieg begleiten. Nutzer werden dabei aufgefordert, Google Messages zu installieren und als Standard festzulegen.

Ein mögliches Problem betrifft ältere Geräte, die vor 2022 auf den Markt kamen: Dort können laufende RCS-Chats beim Wechsel vorübergehend unterbrochen werden. Sobald beide Gesprächspartner Google Messages verwenden, soll die Kommunikation aber wieder normal laufen.

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Wer noch ein Gerät mit Android 11 oder älter besitzt, ist von der Umstellung nicht betroffen. Dort funktioniert Samsung Messages weiter.

Googles wachsender Einfluss

Mit der Einstellung gibt Samsung ein weiteres Stück eigener Software-Kontrolle ab. Google Messages ist damit auf praktisch allen aktuellen Android-Geräten die Standard-Messaging-App, unabhängig vom Hersteller. Samsung bewirbt den Wechsel mit Argumenten wie besserer Sicherheit, RCS-Unterstützung und KI-Funktionen. Dass davon vor allem Google profitiert, erwähnt der Hersteller nicht.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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