Gen Z statt Silver Surfer

Smartphone-Nutzer kämpfen zunehmend mit digitalen Barrieren

Smartphone

Die Nutzung von Smartphones wird für viele Menschen zunehmend zur Geduldsprobe.

Eine europaweite Untersuchung von Accessiway zeigt, dass digitale Hürden beim mobilen Surfen, Einkaufen oder bei Online-Diensten weit verbreitet sind – und überraschenderweise besonders häufig die junge Generation betreffen.

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Digitale Barrierefreiheit wird häufig mit älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung in Verbindung gebracht. Die aktuelle Umfrage von Accessiway zeichnet jedoch ein anderes Bild. Demnach berichten 81,2 Prozent der befragten Angehörigen der Generation Z über Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Angebote auf dem Smartphone. Bei den über 56-Jährigen liegt dieser Wert mit 69,6 Prozent deutlich niedriger.

Für die Studie wurden insgesamt 6.541 Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich befragt.

Junge Nutzer stoßen besonders häufig auf Hindernisse

In vier der fünf untersuchten Länder meldeten jüngere Nutzer häufiger Probleme als ältere Generationen. Besonders deutlich fällt der Unterschied in Italien aus, wo 90 Prozent der jungen Befragten über Schwierigkeiten berichten. Es folgen Frankreich mit 88 Prozent und Österreich mit 87 Prozent.

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Deutschland bildet dabei eine Ausnahme. Hier gaben lediglich 60 Prozent der jungen Teilnehmer an, auf Barrieren zu stoßen. Damit liegt Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt und ist zugleich das einzige untersuchte Land, in dem ältere Nutzer häufiger Probleme nennen als die Generation Z.

Die größten Ärgernisse sind laut der Studie wenig überraschend. Knapp 40 Prozent der europäischen Teilnehmer empfinden aufdringliche Pop-ups und Werbeeinblendungen als größte Hürde bei der mobilen Nutzung. Besonders häufig wird dieses Problem in Italien, Österreich und Deutschland genannt.

Ebenfalls häufig kritisiert werden unübersichtliche Menüs und eine komplizierte Navigation auf mobilen Webseiten. Rund jeder fünfte Befragte sieht darin ein wesentliches Hindernis. Klein dargestellte Schriftgrößen zählen ebenfalls zu den häufig genannten Problemen und betreffen Nutzer in allen untersuchten Ländern.

Deutschland schneidet besser ab, bleibt aber nicht verschont

Im europäischen Vergleich berichten Verbraucher in Frankreich, Österreich und Italien am häufigsten über Einschränkungen bei der Smartphone-Nutzung. Deutschland und Großbritannien weisen mit jeweils 64 Prozent zwar die niedrigsten Werte auf, dennoch erlebt auch hier fast zwei Drittel der Befragten regelmäßig digitale Barrieren.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Verbesserungsbedarf weiterhin besteht – auch in Ländern, die im europäischen Vergleich besser abschneiden.

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Mobile Barrierefreiheit wird zum Wettbewerbsfaktor

Accessiway sieht in den Studienergebnissen einen deutlichen Hinweis darauf, dass Unternehmen der mobilen Nutzerfreundlichkeit künftig mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Wenn selbst die Generation, die mit Smartphones aufgewachsen ist, regelmäßig an digitalen Hürden scheitert, spricht das für Defizite bei der Gestaltung vieler mobiler Angebote. Eine benutzerfreundliche und barrierearme Umsetzung könne deshalb nicht nur die Nutzerzufriedenheit erhöhen, sondern auch Vertrauen schaffen und wirtschaftliche Nachteile vermeiden.

(red/Accessiway)

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