Aussage im Relentless-Podcast

Sam Altman: KI wird die Arbeitswoche nicht verkürzen

Sam Altman
Bildquelle: Antonello Marangi/Shutterstock.com

OpenAI-Chef Sam Altman erwartet trotz KI keine kürzeren Arbeitswochen. Der Grund liege nicht an der Technik, sondern am menschlichen Ehrgeiz.

Im Podcast Relentless erklärte Altman gegenüber Moderator Ti Morse, Technik habe Menschen schon lange weniger Arbeit und mehr Freizeit versprochen. Dieses Versprechen einer Vier-Stunden-Woche im großen Maßstab habe sich jedoch nie eingelöst, und er erwarte auch von künstlicher Intelligenz keine Änderung daran. Nach seiner Einschätzung genießen Menschen heute zwar mehr Freizeit und eine höhere Lebensqualität als in früheren Zeiten, für viele reiche das aber trotzdem nicht aus. Als Grund nannte Altman den menschlichen Vergleich mit anderen. Wörtlich sagte er:

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„Wir wollen immer mehr. Wir denken uns neue Dinge aus, die wir tun, füreinander erschaffen und für uns selbst wollen können. Das ist wie ein relatives Spiel. Menschen beschäftigen sich sehr stark damit, wie es ihnen im Vergleich zu anderen geht.“

Sam Altman, Open-AI-Chef

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Steige die Produktivität durch KI, steigen demnach vor allem die eigenen Ansprüche, nicht die freie Zeit.

Auch nach Superintelligenz mehr Arbeit statt weniger

Altman geht davon aus, dass Menschen auch in einer Welt mit sogenannter Superintelligenz eher beschäftigter sein werden als ursprünglich angenommen. Dazu erklärte er: „Ich glaube, wir werden alle viel beschäftigter sein, als wir eigentlich dachten, dass wir es in einer Welt nach der Superintelligenz sein sollten. Wir werden uns weiterhin darüber beschweren, aber insgeheim werden wir glücklich damit sein.“

Sam Altman - How to Start a Startup

Kritiker wie der US-Senator Bernie Sanders hatten zuvor gefordert, durch KI eingesparte Arbeitszeit solle den Beschäftigten direkt zugutekommen, statt mit zusätzlichen Aufgaben gefüllt zu werden. In Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Japan und Deutschland haben Unternehmen und Behörden bereits Modelle mit einer Vier-Tage-Woche bei gleichem Gehalt getestet. Eine übergreifende Auswertung dieser Versuche ergab einen Umsatzanstieg von rund 8 Prozent bei den beteiligten Unternehmen, während die Erschöpfung der Beschäftigten um etwa 10 Prozent und ihr Stresslevel um rund 35 Prozent sanken. Die Produktivität blieb den Ergebnissen zufolge gleich oder stieg sogar an, bei Microsoft Japan um 40 Prozent.

(red)

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