Perplexity und Nvidia starten mit „Portable Computer“ eine lokale KI-Agentenplattform. Daten bleiben auf dem eigenen Gerät und verursachen keine Token-Kosten.
Perplexity hat in Zusammenarbeit mit Nvidia die Plattform „Portable Computer“ gestartet. Das ist eine lokal ausführbare Version der KI-Agentenumgebung von Perplexity. Das System führt KI-Modelle, Dateizugriffe, Analysewerkzeuge und komplette Arbeitsabläufe direkt auf lokaler Hardware mit Nvidia-Grafikkarten aus. Solange Aufgaben lokal verarbeitet werden, fallen keine Token-Kosten an und sämtliche Daten verbleiben standardmäßig auf dem eigenen Gerät. Erst wenn eine komplexe Aufgabe die lokalen Kapazitäten übersteigt, holt das System die explizite Erlaubnis des Nutzers ein, bevor eine Anfrage an Cloud-Modelle weitergeleitet wird.
Vom Hobby-Projekt zur praxistauglichen Anwendung
Für Nvidia stellt die Kooperation einen strategischen Schritt dar. Während der Konzern jahrelang primär den Bau riesiger KI-Rechenzentren forcierte, sieht der Chipentwickler lokale KI-Anwendungen nun an der Schwelle zur industriellen Praxis. Nader, Director of Developer Technology bei Nvidia, fasst diesen Wandel zusammen:
„Lokale KI hat einen Wendepunkt erreicht. Die längste Zeit war es ein Thema für Hobbyisten und Enthusiasten, die stark herunterquantisierte, winzige Modelle ausführten. Das war zwar cool, aber nicht besonders praktisch. Das alles hat sich mit den vielen neuen Open-Source-Modellen geändert, die herausgekommen sind und extrem nützlich sind.“
Nader, Director of Developer Technology bei Nvidia
Verfügbarkeit und Hardware-Anforderungen
Die Plattform steht ab sofort für Abonnenten der Tarife Pro, Max, Enterprise Pro und Enterprise Max unter Linux zur Verfügung. Eine Unterstützung für Windows-Systeme soll im September 2026 folgen. Als Hardware-Untergrenze setzt die Anwendung eine Nvidia-RTX-Grafikkarte mit mindestens 24 Gigabyte VRAM voraus (etwa eine GeForce RTX 3090 oder neuer), um eine flüssige Ausführung der lokalen Modelle zu gewährleisten.
(red)