OVHcloud will seine Plattform OVHai Workspace am 19. November als Beta veröffentlichen. Sie bündelt E-Mail, Speicher, Videokonferenzen und KI-Agenten.
Der französische Cloud-Anbieter OVHcloud will am 19. November 2026 eine Beta-Version seiner Plattform OVHai Workspace veröffentlichen. CEO Octave Klaba bestätigte gegenüber dem Sender BFM Tech, dass die Plattform als Alternative zu Microsoft 365 positioniert wird. Entwickelt wird sie vom Innovationslabor OVH Labs. Eine Vorschauversion hatte OVHcloud bereits am 17. Juni vorgestellt.
„Wir sind immer vorangekommen, indem wir unseren Kunden zugehört haben. Nachdem wir Millionen Nutzer mit unseren Web-Cloud-Diensten unterstützt haben, untersuchen wir jetzt, wie agentische KI, Kollaborationswerkzeuge und Sicherheit auf einer offenen Plattform zusammenwirken können.“
Octave Klaba, CEO von OVHcloud
E-Mail, Speicher und Videokonferenzen
OVHai Workspace umfasst E-Mail, Cloud-Speicher und Videokonferenzen. Die Plattform ist offen für Anwendungen von Partnern, OVHcloud will darüber europäische Produktivitäts- und Kollaborationsanwendungen in einer gemeinsamen Oberfläche zusammenführen. Eine integrierte Suchmaschine mit KI-Agenten soll Informationen über mehrere Anwendungen hinweg abrufen und wiederkehrende Aufgaben automatisieren.
Ob Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zum Angebot gehören, ist offen. Klaba sprach zwar über das Erstellen von Dokumenten, welche Werkzeuge enthalten sein werden, hat OVHcloud aber nicht mitgeteilt.
Verschlüsselung mit lokaler KI
Nutzer können optional eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktivieren, die auch für integrierte Partneranwendungen gilt. Ist sie eingeschaltet, laufen Suche und KI-Agenten direkt auf dem Rechner oder Mobilgerät des Nutzers. Sensible Daten werden so lokal verarbeitet.
Laut OVHcloud nutzen die 1,7 Millionen Kunden des Unternehmens täglich mehr als 4 Millionen E-Mail-Konten und führen monatlich über 100 Millionen Telefonate.
Weitere europäische Angebote
OVHcloud tritt gegen eine wachsende Zahl europäischer Alternativen an. Ein Konsortium europäischer Unternehmen entwickelt die quelloffene Bürosoftware Euro-Office, die bald eine Desktop-Anwendung erhalten soll. Die niederländische Regierung arbeitet an einer eigenen Arbeitsumgebung für die Verwaltung namens DAWO auf Basis der Linux-Distribution NixOS. Behörden in mehreren Ländern setzen zudem auf quelloffene Lösungen wie openDesk und Linux.
(red)