Bis zu 87 Prozent teurer

OVHcloud-Chef kündigt drastische Cloud-Preiserhöhung an

Cloud Kosten

OVHcloud-Chef Octave Klaba hat Kunden davor gewarnt, sich auf deutliche Preiserhöhungen in der Cloud einzustellen, da Cloud-Anbieter mit stark steigenden Hardwarekosten konfrontiert sind.

Klaba hatte bereits Anfang des Jahres vor unvermeidbaren Preiserhöhungen gewarnt, angesichts der viel diskutierten Verknappung bei Speicherbausteinen aufgrund der Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Nun hat Klaba seine ursprüngliche Schätzung von 5 bis 10 Prozent auf über 80 Prozent für manche Kunden nach oben korrigiert.

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Er erklärte, der Preis, den OVH für Arbeitsspeicher zahlt, sei im Jahr bis Juni 2026 um das Sechsfache gestiegen, werde bis September auf das Neunfache steigen und 2027 das Zwölffache erreichen. Doch Arbeitsspeicher ist nicht das einzige Problem. Auch Solid State Drives (SSD) und selbst klassische Festplatten haben sich im letzten Jahr im Preis mehr als verdoppelt.

Klaba sagte voraus, dass diese Preise bald weiter steigen werden, und machte KI dafür verantwortlich, genauer gesagt den hektischen Wettlauf um den Bau von Hyperscale-KI-Rechenzentren. „Es ist sehr frustrierend, für ein Unternehmen wie OVHcloud die Preise zu erhöhen, denn wir bemühen uns enorm, so wettbewerbsfähig wie möglich bei den Preisen zu sein“, sagt der CEO in seiner ausführlichen Stellungnahme auf X.

„Aber der globale Kontext zwingt uns zu sehr strikter Disziplin, um schlicht weiterhin Bestellungen ausliefern zu können. Das eigentliche Risiko besteht nämlich darin, Bestellungen nicht erfüllen zu können und Erweiterungen unnötig kompliziert zu machen.“

Preiserhöhungen ab September

Die Preiserhöhungen gelten ab Anfang September für Neubestellungen und ab Oktober für bereits in Produktion befindliche Ausrüstung. Die stärksten Erhöhungen betreffen Kunden, die Gaming-Server der 2026er-Edition mieten. Diese Kunden erwartet eine Erhöhung um 87 Prozent. Die Kosten für andere aktuelle Server steigen um 40 bis 59 Prozent. OVHcloud wird die Preise auch für Kunden erhöhen, die Ausrüstung aus dem Jahr 2024 mieten, sobald Verträge zur Verlängerung anstehen, allerdings in geringerem Umfang als bei Geräten der neuen Generation. „Das sind im Durchschnitt plus 28 Prozent für die Generation 2024 und plus 51 Prozent für die Generation 2026“, erklärte Klaba.

Es wird zudem eine Änderung am Abrechnungsmodell der Public Cloud geben, die die Kosten laut Klaba um bis zu 22 Prozent zusätzlich erhöhen könnte. Klaba äußerte die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität im Jahr 2029, wobei ungewiss sei, was bis dahin als normal gelten wird.

(red)

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