OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger schätzt seine KI-Kosten im Vormonat auf rund 10 Millionen Dollar. Nicht alles davon sei nützlich gewesen.
OpenClaw-Entwickler: 10 Millionen Dollar für Tokens in einem Monat

Peter Steinberger, Entwickler des KI-Agenten OpenClaw und inzwischen technischer Mitarbeiter bei OpenAI, hat im vergangenen Monat nach eigener Schätzung Tokens im Wert von rund 10 Millionen US-Dollar für KI-Anwendungen verbraucht. Das sagte er am 21. Oktober auf der Konferenz Cloudflare Connect 2026 in San Francisco im Gespräch mit Cloudflare-CTO Dane Knecht. Knecht hatte zuvor darauf hingewiesen, dass Steinberger über ein praktisch unbegrenztes Token-Budget verfüge, was nicht für alle im Saal gelte.
„Was die Leute nicht immer verstehen: Nicht alles davon ist nützlich.”
Peter Steinberger, Entwickler des KI-Agenten OpenClaw
Agenten in der Cloud statt auf dem Rechner
Als größte Hürde für viele Nutzer sieht Steinberger, dass die Infrastruktur noch nicht nachgezogen habe. Er stellte die Frage, warum Agenten noch auf dem eigenen Rechner laufen und nicht vollständig in der Cloud. Hunderte KI-Agenten pro Person erwartet er in den kommenden Jahren nicht. Stattdessen werde jeder eine Form von Intelligenz haben, die im Alltag mitdenkt und vorhersagt, was helfen könnte, sodass Antworten schon vor der Frage vorliegen.
Pull Requests sollen den Lösungsweg zeigen
Auf die Frage, ob KI das Ende von Open Source einläute, verwies Knecht darauf, dass viele Maintainer wegen minderwertiger KI-generierter Beiträge keine Pull Requests mehr annehmen. Steinberger sprach sich dafür aus, den Umgang mit Pull Requests zu ändern. Beitragende sollten erläutern, wie sie zu ihren Änderungen gekommen sind. Das erhöhe das Vertrauen in das Ergebnis deutlich.
Ein Agent prüft den anderen
Bei der Frage, welche Daten man Agenten anvertrauen kann, verwies Steinberger auf die Qualität der Modelle. Viele Entscheidungen, die er früh in OpenClaw eingebaut habe, ließen sich inzwischen ändern, weil die Modelle besser geworden seien. Auch wenn Risiken wie Prompt Injection gesunken seien, solle man Agenten nicht alle Berechtigungen geben. Er schlägt vor, einen zweiten Agenten über die Berechtigungen des ersten entscheiden zu lassen.
Die Kosten für KI-Agenten beschäftigen derzeit viele Unternehmen. Der Beratungskonzern Accenture hat das zentral finanzierte Budget für Claude laut Berichten auf 29 Dollar pro Person und Monat begrenzt, Uber hatte sein KI-Budget für 2026 bereits nach vier Monaten aufgebraucht.
(red)




