OpenAI arbeitet an einem bildschirmlosen, tragbaren Smart Speaker mit GPT-Live. Das Gerät soll 2027 erscheinen und als proaktiver KI-Begleiter dienen.
Das US-amerikanische KI-Unternehmen OpenAI entwickelt laut Branchenberichten ein bildschirmloses, tragbares Hardware-Gerät. Der Smart Speaker soll als personalisierter Heimcomputer und menschenähnlicher KI-Begleiter fungieren. Das Projekt markiert den ersten großen Vorstoß von OpenAI in den Hardware-Markt, nachdem das Unternehmen das Startup io Products von Designer Jony Ive übernommen hatte. Die Vorstellung des Geräts wird für Ende 2026 erwartet, während die Markteinführung für das Jahr 2027 geplant ist.
Zu den primären Aufgaben des Geräts äußerte sich die Nachrichtenagentur Bloomberg: „Es wird dabei helfen, Smart-Home-Geräte zu steuern, Medien abzuspielen, Fragen zu beantworten, auf Nachrichten zu reagieren und das Spektrum an Funktionen zu nutzen, die ChatGPT von OpenAI bietet.“ Im Gegensatz zu herkömmlichen Smart Speakern soll das Gerät im Laufe der Zeit durch die Interaktion eine tiefere Bindung zu seinem Besitzer aufbauen, proaktiv auf Bedürfnisse eingehen und als persönlicher Assistent agieren. Dafür greift das System unter anderem auf persönliche Daten wie E-Mails zurück.
Technische Besonderheiten und GPT-Live
Der geplante Lautsprecher ist für den mobilen Einsatz im gesamten Haus konzipiert und mit einer wiederaufladbaren Batterie ausgestattet. Nutzer können das Gerät flexibel in verschiedene Räume wie die Küche oder das Schlafzimmer mitnehmen. Die Kommunikation basiert auf GPT-Live, einer weiterentwickelten Version des ChatGPT-Sprachmodus, die zeitgleiches Hören und Sprechen sowie eine natürliche Anpassung des Gesprächsflusses ermöglicht.
Um die Umgebung und den Kontext des Nutzers präzise zu erfassen, verfügt das Gerät über Kameras und integrierte Sensoren. Eine gestalterische Besonderheit sind mechanische Bauteile, die sich eigenständig bewegen können. Dadurch soll das Gerät im Alltag lebendiger wirken und nicht nur als passives Werkzeug wahrgenommen werden.
Patentstreit mit Apple um Geschäftsgeheimnisse
Die Entwicklung des Geräts wird von einer juristischen Auseinandersetzung begleitet. Apple hat eine Klage eingereicht und wirft OpenAI den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. OpenAI weist diese Anschuldigungen zurück und betont, dass sich das geplante Hardware-Produkt konzeptionell und technisch grundlegend von allen derzeit auf dem Markt befindlichen Apple-Produkten unterscheidet. Eine Verletzung von Geschäftsgeheimnissen des iPhone-Herstellers sei daher unwahrscheinlich. Die Pläne zur Veröffentlichung können sich im Zuge des laufenden Entwicklungs- und Gerichtsverfahrens jedoch noch ändern.
(red)