Auch eigene Hardware geplant

OpenAI-CFO meldet Umsatzexplosion auf 20 Milliarden Dollar

OpenAI
Bildquelle: Prathmesh T/Shutterstock.com

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat seinen Jahresumsatz binnen zwölf Monaten mehr als verdreifacht. Das berichtete CFO Sarah Friar und nennt die Zahl von 20 Milliarden US-Dollar.

OpenAI wächst rasant: CFO Sarah Friar gab am Wochenende bekannt, dass der annualisierte Umsatz die 20-Milliarden-Dollar-Schwelle überschritten hat. Zum Vergleich: 2024 lag dieser Wert noch bei 6 Milliarden Dollar, 2023 waren es 2 Milliarden. “Dies ist ein noch nie dagewesenes Wachstum in dieser Größenordnung”, schreibt Friar in ihrem Blogbeitrag.

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Rechenleistung verdreifacht sich jährlich

“Unser Geschäftsmodell sollte mit dem Wert skalieren, den Intelligenz liefert”, erklärt die CFO. Parallel zum Umsatz baute das von Microsoft unterstützte Unternehmen seine Rechenkapazität massiv aus, von 0,2 Gigawatt in 2023 über 0,6 Gigawatt in 2024 auf rund 1,9 Gigawatt in 2025.

Laut Friar besteht ein direkter Zusammenhang: “Unsere Fähigkeit, Kunden zu bedienen, gemessen am Umsatz, folgt direkt der verfügbaren Rechenleistung.” Das Unternehmen ist überzeugt, dass noch mehr Rechenkapazität zu noch schnellerer Kundenakzeptanz und Monetarisierung geführt hätte.

Die Nutzerzahlen von ChatGPT verzeichnen weiterhin Rekorde, sowohl bei den täglich als auch bei den wöchentlich aktiven Anwendern. Wobei OpenAI mit Google Gemini eine immer gefährlicher werdende Konkurrenz bekommen hat.

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Werbung und eigene Hardware geplant

Um die enormen Entwicklungskosten zu decken, startet OpenAI mit Werbeeinblendungen in ChatGPT. Zunächst werden diese nur ausgewählten Nutzern in den USA angezeigt. Die Begründung: “Menschen kommen zu ChatGPT nicht nur, um Fragen zu stellen, sondern um zu entscheiden, was als nächstes zu tun ist. Was zu kaufen. Wohin zu gehen. Welche Option zu wählen.”

Zudem arbeitet das Unternehmen an eigener Hardware: Policy-Chef Chris Lehane erklärte gegenüber Axios, man sei “auf Kurs”, das erste eigene Gerät in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu präsentieren.

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Fokus auf praktische Anwendung

Für 2026 kündigte Friar einen Schwerpunkt auf “praktische Umsetzung” an, insbesondere in den Sektoren Gesundheit, Wissenschaft und Enterprise-Anwendungen. Die Plattform soll verstärkt auf autonome Agenten und Workflow-Automatisierung ausgerichtet werden.

Finanziell setzt OpenAI auf eine schlanke Struktur: Statt in eigene Assets zu investieren, arbeitet man bevorzugt mit Partnern zusammen. Verträge werden flexibel gestaltet, um unterschiedliche Anbieter und Hardware-Plattformen einbinden zu können.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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