Die noris network AG baut ihre Infrastruktur weiter aus und plant ein neues Hochleistungsrechenzentrum im Rhein-Main-Gebiet.
Der Baustart ist für April 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll im September 2027 erfolgen. Mit dem Projekt reagiert das Unternehmen auf den stark steigenden Bedarf an Rechenleistung, insbesondere im Umfeld von Künstlicher Intelligenz.
Infrastruktur für KI und anspruchsvolle Workloads
Das neue Rechenzentrum wird mit einer Anschlussleistung von 30 Megawatt und einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern zu den leistungsstärkeren Anlagen in der Region Frankfurt zählen. Im Fokus steht dabei die Auslegung auf moderne KI-Anwendungen.
Neben klassischen Serverumgebungen können auch wassergekühlte Hochleistungssysteme betrieben werden, die für rechenintensive KI-Workloads notwendig sind. Ein eigens entwickeltes und zum Patent angemeldetes Kühlverfahren ermöglicht es, die Kühlung flexibel an unterschiedliche Anforderungen anzupassen. Ergänzt wird das Konzept durch sogenannte chillerlose Kühlung sowie besonders hohe Rack-Kapazitäten, die eine effiziente Flächennutzung erlauben.
Florian Sippel, COO von noris network, beschreibt die strategische Ausrichtung so: „Die Nachfrage nach Rechenleistung für souveräne KI-Anwendungen wächst exponentiell. Mit unserem zum Patent angemeldeten Kühlverfahren und der modularen Architektur schaffen wir eine Infrastruktur, die individuell an die Anforderungen von morgen angepasst werden kann.“
Fokus auf Regulierung und Sicherheit
Das Rechenzentrum wird gezielt für Unternehmen konzipiert, die strengen regulatorischen Anforderungen unterliegen. Dazu zählen etwa Finanzinstitute, die Vorgaben wie den Digital Operational Resilience Act erfüllen müssen.
Die Anlage soll nach mehreren etablierten Standards zertifiziert werden, darunter EN 50600, ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz sowie der TÜV NORD TSI-Standard. Damit positioniert sich das Projekt auch als Infrastruktur für besonders sensible Daten und kritische Anwendungen.
Nachhaltigkeit als fester Bestandteil des Konzepts
Neben Leistung und Sicherheit spielt auch Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Die beim Betrieb entstehende Abwärme soll in das Fernwärmenetz der Stadt Schwalbach eingespeist werden, um Ressourcen sinnvoll weiterzunutzen.
Darüber hinaus plant noris network den Betrieb vollständig mit erneuerbaren Energien. Damit folgt das Unternehmen seiner bisherigen Strategie, Rechenzentren möglichst klimafreundlich zu betreiben.
Für die Umsetzung des Projekts wurde die Data Center Group als Generalunternehmer beauftragt. Sie übernimmt sowohl die Planung als auch den Bau der schlüsselfertigen Anlage.
Mit dem neuen Standort baut noris network seine Position im deutschen Rechenzentrumsmarkt weiter aus und richtet sich klar auf die steigenden Anforderungen durch KI und datenintensive Anwendungen aus.