Technologiepartnerschaft für die nächste Formel-1-Generation

Microsoft und das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team arbeiten zusammen

F1-Mercedes
Bildquelle: Motorsport_Photography_F1-Shutterstock.com

Mit Blick auf die neuen technischen Regeln ab 2026 rückt die Formel 1 stärker in Richtung Elektrifizierung, Effizienz und Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund haben Microsoft Corp. und das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart.

Ziel ist es, digitale Technologien konsequent in den Rennbetrieb zu integrieren und datenbasierte Entscheidungen weiter zu beschleunigen.

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Daten als entscheidender Wettbewerbsfaktor

Im modernen Rennsport entscheiden oft Millisekunden über Sieg oder Niederlage. Jedes Fahrzeug des Teams liefert über Hunderte von Sensoren kontinuierlich Messwerte zu Fahrzeugzustand, Streckenbedingungen und Energieeinsatz. Diese Datenmengen müssen in Echtzeit ausgewertet und in konkrete Handlungsoptionen übersetzt werden. Genau hier setzt die Partnerschaft an. Cloudbasierte Rechenleistung und KI-gestützte Analysen sollen helfen, aus komplexen Datenströmen schneller belastbare Erkenntnisse zu gewinnen.

Digitale Infrastruktur vom Werk bis zur Rennstrecke

Die Zusammenarbeit ist nicht auf einzelne Einsatzbereiche begrenzt. Digitale Werkzeuge werden sowohl in den Entwicklungszentren als auch direkt an der Rennstrecke eingesetzt. Skalierbare Cloud Ressourcen unterstützen Simulationen, Strategieentwicklung und Performance Analysen. Damit lassen sich Rechenkapazitäten flexibel anpassen, ohne zusätzliche lokale Infrastruktur aufbauen zu müssen. Gleichzeitig bleiben finanzielle und regulatorische Rahmenbedingungen kontrollierbar.

Neben der Auswertung von Renndaten spielt auch die interne Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Kollaborations und Entwicklungsplattformen bilden bereits heute das Rückgrat vieler Prozesse im Team. Diese werden weiter ausgebaut, um Abstimmungen zwischen Ingenieuren, Strategen und Softwareentwicklern zu vereinfachen und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Ziel ist es, Innovationen schneller von der Idee in die Anwendung zu bringen.

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Vorbereitung auf neue technische Anforderungen

Die anstehenden Regeländerungen verändern nicht nur die Antriebstechnik, sondern auch die Art, wie Fahrzeuge entwickelt und betrieben werden. Virtuelle Sensoren, cloudgestützte Tests und automatisierte Auswertungen ermöglichen es, neue Konzepte zügig zu erproben. Rechenressourcen lassen sich je nach Bedarf hoch oder herunterfahren, was besonders in intensiven Entwicklungsphasen Vorteile bringt.

Die neue Partnerschaft knüpft an eine jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Mercedes-Benz entlang der automobilen Wertschöpfungskette an. Erfahrungen aus vernetzten Fabriken, Fahrzeugsoftware und cloudbasierten Entwicklungsumgebungen fließen nun auch in den Spitzenmotorsport ein. Damit wird die Formel 1 einmal mehr zum Testfeld für Technologien, die später auch in anderen Industriebereichen Anwendung finden können.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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