Neues aus dem Browser-Krieg

Microsoft Edge: Browser-Abwerbung immer aggressiver

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Bildquelle: Screenshot / Microsoft Edge

Microsofts hartnäckige Strategien, Nutzer für seinen Browser Edge zu gewinnen, sind bekannt. Doch ein aktueller Vorfall erregt besondere Aufmerksamkeit und sorgt für Stirnrunzeln. Denn laut neuesten Meldungen greift Edge nach Updates aktiv auf offene Tabs und Daten von Google Chrome zu, obwohl das Feature deaktiviert ist.

In jüngster Zeit verstärkt Microsoft seine Bemühungen, Anwender zum Wechsel zu Edge zu bewegen. Microsofts kontinuierliche Versuche, Nutzer von anderen Browsern, vor allem von Chrome, abzuwerben, stoßen regelmäßig auf Unverständnis und führten in der Vergangenheit zu wiederholten Auseinandersetzungen mit Google.

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Dieses Mal hat Microsoft jedoch eine neue Strategie, die für Aufsehen sorgt: Microsoft Edge übernimmt bekanntermaßen seit 2022 automatisch die aktiven Tabs eines Users von Google Chrome. Laut The Verge aber öffnet sich Edge nach einem Windows-Update und Neustart automatisch mit allen in Chrome zuvor geöffneten Tabs – und das, obwohl Edge auf dem Gerät nicht als Standard-Browser ausgewählt wurde und der Nutzer die Datenabgleichung mit Chrome deaktiviert hatte.

Microsoft verwendet in den neuesten Windows-Updates eine bereits bestehende Einstellung, die es Edge ermöglicht, Daten von Chrome bei jedem Start zu importieren. Dazu gehören unter anderem Favoriten, Browserverlauf, Cookies, Autofill-Daten, Erweiterungen und Einstellungen. Diese Option kann zwar in den Edge-Einstellungen deaktiviert werden, doch scheint sie nach Windows-Updates standardmäßig wieder aktiv zu sein. Mehrere Nutzer bestätigten, dass Edge trotz Deaktivierung der Importeinstellung weiterhin Chrome-Daten bei jedem Start importiert. Die Einstellung kann hier überprüft werden: edge://settings/profiles/importBrowsingData

Lars Becker

IT Verlag GmbH -

Redakteur

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