Google Meet und Microsoft Teams öffnen ihre Meeting-Room-Systeme füreinander. Voraussetzung ist allerdings die entsprechende Konferenzraum-Hardware der jeweiligen Anbieter.
In der Videokonferenzsystem-Welt fällt eine wichtige Barriere, zumindest teilweise. Google und Microsoft haben angekündigt, dass ihre jeweilige Meeting-Hardware künftig auch Calls der jeweils anderen Plattform unterstützt. Konkret bedeutet das: Wer ein Chrome OS-basiertes Google Meet-Gerät im Konferenzraum installiert hat, kann damit künftig auch Microsoft Teams-Meetings beitreten. Umgekehrt ermöglichen Microsoft Teams Rooms den Zugriff auf Google Meet-Anrufe.
Wichtig dabei: Es geht ausdrücklich um die speziellen Videokonferenz-Geräte der beiden Hersteller, nicht um die Software-Anwendungen auf normalen PCs oder Smartphones. Beide Unternehmen verkaufen spezielle Hardware-Lösungen für Konferenzräume: komplette Systeme aus Kameras, Displays und Lautsprechern, die fest in Meeting-Räumen installiert werden.
Die neue Interoperabilität lässt sich in der Google Meet-Konsole bereits von IT-Verantwortlichen einsehen und konfigurieren. Nutzer bekommen ab dem 16. Februar Zugriff darauf. Google aktiviert die Funktion automatisch für alle Meet-Geräte.
Nicht alle Features verfügbar
Für Google Meet war bereits eine plattformübergreifende Nutzung mit Zoom und Cisco Webex möglich. Mit Teams kommt nun ein weiterer wichtiger Anbieter hinzu. Allerdings müssen Nutzer bei der Kombination Google-Hardware plus Teams-Call auf manche Funktionen verzichten: Untertitel, die Nutzung von zwei Bildschirmen gleichzeitig sowie die HDMI-Präsentation stehen dann nicht zur Verfügung. Bei Webex und Zoom gibt es diese Einschränkungen teilweise nicht.
Microsofts Teams Rooms arbeitet bereits mit Video-Apps verschiedener Anbieter zusammen, darunter Amazon, Cisco und Zoom.