Öffnet in einem neuen Tab
Screenshot Prevention Policies

Microsoft Edge blockiert Screenshots am Arbeitsplatz

Microsoft macht Ernst mit dem Schutz vertraulicher Firmen-Daten im Web-Browser Edge. In einer kommenden Version für Business-Kunden sollen Mitarbeiter keine Bildschirmaufnahmen mehr von als sensibel markierten Webseiten anfertigen können.

Microsoft Edge blockiert Screenshots am Arbeitsplatz
Bildquelle: cfalvarez /Shutterstock.com

Die Funktionalität zum Blockieren von Screenshots zielt darauf ab, die unkontrollierte Weitergabe sensibler Inhalte an Unbefugte zu unterbinden. Der Konzern stattet Administratoren dafür mit neuen Kontrollen aus: Sie werden Webseiten über verschiedene Microsoft-Verwaltungskonsolen wie Microsoft 365, Intune oder Purview als „geschützt“ kennzeichnen können. Sobald ein Mitarbeiter dann versucht, auf einer solchen Seite einen Screenshot oder eine Bildschirmaufnahme anzufertigen, wird der Edge-Browser dies unterbinden.

Ein genaues Datum für die Einführung der Screenshot Prevention Policies nannte Microsoft nicht. Offen bleibt auch, ob sich der Screenshot-Blocker auch gegen Dritt-Anbieter-Tools zum Aufzeichnen des Bildschirms durchsetzen kann. Ebenso ist unklar, ob er nur für den integrierten Screenshot-Modus gilt oder sämtliche Bildschirmaufnahmen verhindert.

Anzeige

Screenshots mögen auf den ersten Blick harmlos erscheinen. In der strikten Compliance-Welt von Firmen gelten selbst Bildschirmaufnahmen jedoch als Sicherheitsrisiko. Microsoft will hier einen konsequenten Riegel vorschieben. Microsoft ist es ein Anliegen, Daten-Lecks durch unvorsichtige Weitergabe von Screenshot-Inhalten zu stoppen – sei es an Wettbewerber, Verwandte oder Journalisten.

Mit einem weiteren Edge-Update will Microsoft zudem automatische Browser-Updates für Business-Nutzer erzwingen können. Administratoren sollen dann die Möglichkeit haben, veraltete Edge-Installationen zu erkennen und mit der Betriebssystem-Funktion „Update erzwingen“ auf den neuesten Stand zu bringen.

Anzeige
Anzeige