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Geschwindigkeit statt Effizienz

Gartner: Nur 24 Prozent klären Verantwortung für KI-Agenten

Gartner nennt vier Prioritäten für Personalchefs 2027. Laut Umfrage ist sich nur ein Viertel der Führungsteams einig, wer für KI-Agenten verantwortlich ist.

Gartner: Nur 24 Prozent klären Verantwortung für KI-Agenten

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat vier Prioritäten benannt, mit denen sich Personalvorstände (Chief Human Resources Officers, CHROs) im Jahr 2027 befassen sollten. Vorgestellt hat sie Mark Whittle, Vice President Analyst bei Gartner, auf der Gartner HR Symposium/Xpo in London. Grundlage sind unter anderem eine Gartner-Umfrage unter 297 CHROs vom Juli 2026 und eine Befragung von 203 CEOs und weiteren Führungskräften vom Mai 2026.

Geschwindigkeit statt Effizienz

Die Anforderungen der Unternehmen ändern sich laut Gartner schneller, als Personalabteilungen sie umsetzen können.

„Viele HR-Abteilungen versuchen, diese Lücke zum Geschäft zu schließen, indem sie noch stärker auf Prozesseffizienz setzen. Das macht HR schneller in der Umsetzung, aber nicht schneller darin, Mehrwert zu liefern.“

Mark Whittle, Vice President Analyst bei Gartner

Führende Organisationen übernähmen deshalb Prinzipien aus dem Produktmanagement.

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Verantwortung für KI-Agenten ungeklärt

KI-Agenten in Unternehmen übernehmen laut Gartner nicht nur Arbeit, sondern geben Fälle mit Unklarheiten, Ermessensentscheidungen und Fehlerbehebung systematisch an Beschäftigte weiter. In der Juli-Umfrage gaben nur 24 Prozent der CHROs an, dass ihr Führungsteam sich einig ist, wer für KI-Agenten verantwortlich ist. Gartner empfiehlt, dass Menschen die Kontrolle über KI behalten, Werte durchsetzen und bei Bedarf eingreifen.

Weniger, aber unterscheidende Fähigkeiten

67 Prozent der CHROs berichten von höheren Erwartungen an die Produktivität der Beschäftigten. Gleichzeitig streichen Unternehmen Teile des mittleren Managements und stellen weniger Berufseinsteiger ein. Gartner rät, sich auf wenige Fähigkeiten zu konzentrieren, die das Unternehmen vom Wettbewerb abheben, und bei Einstellungen stärker auf Lernbereitschaft und Lernfähigkeit zu achten statt nur auf vorhandene Kenntnisse.

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Führungskräfte unter Druck

In der Mai-Befragung gaben 63 Prozent der CEOs und anderen Führungskräfte an, ihr Betriebsmodell grundlegend umzubauen, um schneller finanzielle Erträge aus KI zu erzielen. Das Topmanagement kann diese Erwartungen laut Gartner wegen eingefahrener Arbeitsweisen, schwacher Teamleistung und Wissenslücken häufig nicht erfüllen. Personalabteilungen sollen Führungskräfte deshalb dabei unterstützen, überholte Verhaltensweisen und Arbeitsabläufe gezielt aufzugeben und durch neue zu ersetzen.

(red)

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