Ein Hackerangriff auf Teile der Berliner Senatsverwaltung stellt die Beschäftigten vor Herausforderungen. Wer ist erreichbar?
Update vom 18. August, 13.50 Uhr:
Nach einem Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung können die Beschäftigten in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen vorerst nicht mehr im Homeoffice arbeiten. Das berichtete Sprecher Martin Pallgen auf Anfrage. Der Bereich ist aus Sicherheitsgründen vom Landesnetz abgetrennt worden. Damit funktionieren Internet und externe Mailkommunikation nicht.
Intern seien aber Mails möglich, so der Sprecher. Telefonisch sei die Behörde auch erreichbar. «Wir sind arbeitsfähig», erklärte Pallgen. Allerdings müsse noch organisiert werden, wie die Behörde die Kommunikation mit anderen Verwaltungen am besten gewährleisten könne.
Neben der Senatsbauverwaltung ist auch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz von dem Angriff betroffen, wie die Senatskanzlei am Montag mitteilte. Beide Ressorts sind aus Sicherheitsgründen bereits am Freitag vom Landesnetz abgetrennt worden, um weiteren Schaden abzuwenden, wie es hieß.
dpa
Erstmeldung vom 17. August, 16:58 Uhr: Teile der Berliner Senatsverwaltung gehackt
Auf Teile der Berliner Senatsverwaltung ist ein Hackerangriff erfolgt. Wie die Senatskanzlei mitteilte, ist dies im Rahmen forensischer Untersuchungen festgestellt worden. Betroffen seien die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Beide seien aus Sicherheitsgründen bereits am Freitag vom Landesnetz isoliert worden, um weiteren Schaden abzuwenden.
Laut Senatskanzlei sind das Landeskriminalamt (LKA), die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet. Aufgrund des Vorfalls sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der dpa.
Laut Senatskanzlei wurde ein entsprechender Notfallkrisenstab unter Leitung des Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit des Landes Berlin eingerichtet. «Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren konkreten Informationen zu Ausmaß und Hintergründen gegeben werden», hieß es weiter.
Unklar blieb zunächst, ob die betroffenen Verwaltungen arbeitsfähig sind und ob Daten abgeflossen sind.
dpa