IBM: Quantencomputer in Deutschland

Quelle: Laborant - Shutterstock.com

Update 15.06.2021, 14:36

Das Potenzial von Quantencomputern für Wissenschaft und Wirtschaft ist enorm – nun hat der US-Konzern IBM die erste solche Anlage in Europa platziert.

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Das hoch komplexe System wurde am Dienstag am Deutschlandsitz des IT-Unternehmens in Ehningen vorgestellt. Unter dem Dach der Fraunhofer-Gesellschaft soll es in den kommenden Jahren dazu genutzt werden, die Technologie und die Anwendungsszenarien der Quantentechnologie weiter zu erforschen. Außerdem sollen mit dem Hochleistungsrechner bundesweit Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft aufgebaut und damit internationale Wettbewerbsvorteile geschaffen werden.

Bei der Anlage handelt es sich nach IBM-Angaben um «Europas leistungsstärksten Quantencomputer im industriellen Kontext». Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete den Quantencomputer in einer Videobotschaft als «Wunderwerk der Technologie». Deutschland gehöre in der Quantentechnologie-Forschung zur Weltspitze. Nun sei es aber das Ziel, sich diese Forschungsergebnisse «möglichst schnell» auch für wirtschaftliche Anwendungen zunutze zu machen. Dabei könne die Anlage in Ehningen entscheidend helfen.

IBM ist neben dem US-Konkurrenten Google auf diesem Gebiet führend. Der Quantencomputer ist IBM zufolge seit November in Deutschland, seit Februar arbeitet die Fraunhofer-Gesellschaft bereits mit der Anlage. Die offizielle Vorstellung des Computers ging, auch bedingt durch die Corona-Krise, erst jetzt über die Bühne.

Mit Quantencomputern reagieren Forschung und Industrie auf die Tatsache, dass die bislang übliche Entwicklung von Hochleistungscomputern an ihre physikalischen Grenzen stößt. Quantencomputer können theoretisch um ein Vielfaches leistungsfähiger sein als herkömmliche Rechner, sie können in kürzerer Zeit also komplexere Aufgaben als konventionelle Systeme erledigen.

dpa

 

 

Mo, 14.06.2021, 17:30

Im internationalen Wettlauf um die Technik der Zukunft stellen die Fraunhofer-Gesellschaft und der Computerkonzern IBM am Dienstag (14.00 Uhr) den ersten Quantencomputer des US-Konzerns in Europa vor.

Die Anlage am Deutschlandsitz des IT-Unternehmens in Ehningen soll unter dem Dach der Fraunhofer-Gesellschaft genutzt werden, die Technologie, Anwendungsszenarien und Algorithmen weiter zu erforschen. Außerdem sollen mit dem Hochleistungsrechner bundesweit Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft aufgebaut und damit internationale Wettbewerbsvorteile geschaffen werden. Bei der Anlage handelt es sich nach IBM-Angaben um «Europas leistungsstärksten Quantencomputer im industriellen Kontext».

Forschung in Deutschland

Beide Partner hatten im März 2020 eine Vereinbarung unterschrieben, um die Forschung zu Quantencomputern in Deutschland voranzutreiben. In diesem Zuge hatte IBM zugesagt, einen Quantencomputer der Serie «Q System One» in Ehningen zu stationieren. IBM ist neben Google auf diesem Gebiet führend. Der Quantencomputer ist IBM zufolge seit November in Deutschland, seit Februar arbeitet die Fraunhofer-Gesellschaft mit der Anlage. Zur Präsentation am Dienstag wird ein Videostatement von Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist IBM zufolge live dabei.

Mit Quantencomputern reagieren Forschung und Industrie auf die Tatsache, dass die bislang übliche Entwicklung von Hochleistungscomputern an ihre physikalischen Grenzen stößt. Ein Quantencomputer speichert Informationen nicht in Form von Bits, die nur zwei mögliche Zustände annehmen können, nämlich 1 oder 0. Ein Qubit eines Quantencomputers kann stattdessen beides gleichzeitig sein. Das Quantenteilchen hält solange beide Zustände bei, bis man es sich ansieht oder misst. Damit können die Computer theoretisch um ein Vielfaches leistungsfähiger sein als herkömmliche Rechner.

dpa

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