Marktkräfte statt neuer Gesetze

Nvidia-Chef Huang lehnt KI-Regulierung ab

Jensen Huang
Bildquelle: Photo Agency/Shutterstock.com

Nvidia-CEO Jensen Huang sagt, KI-Sicherheit sei ein technisches Problem und brauche keine neuen Gesetze.

Nvidia-Gründer und -Chef Jensen Huang hat sich bei der Salesforce-Konferenz Dreamforce am Dienstag klar gegen neue Gesetze oder Regulierung für Künstliche Intelligenz ausgesprochen. Anders als es etwa ein OpenAI-Sicherheitsforscher formuliert habe, sei KI aus seiner Sicht kein neuartiger „fremder Geist“, sondern schlicht von Menschen gebaute Hard- und Software – und damit auch von Menschen sowie bestehenden Gesetzen kontrollierbar.

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Marktkräfte statt neuer Gesetze

„Sicherheit ist ein technisches Problem, kein juristisches. Wir entwickeln schließlich Software. Wir entwickeln schließlich Computersysteme. Es ist ein kompliziertes Computersystem, aber letztlich ist es ein Computersystem.“

Jensen Huang, Nvidia-Gründer und -Chef

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Huang argumentierte, der freie Markt übe bereits ausreichend Druck auf Unternehmen aus, keine unsicheren Produkte auf den Markt zu bringen. Er erklärte: „Wenn man von der Sicherheit eines Produkts nicht überzeugt ist, dann veröffentlicht man es nicht. Das ist eine sehr naheliegende Vorgehensweise.“ Unternehmen sollten sich so lange Zeit lassen, bis sie von der eigenen Sicherheit überzeugt seien; Innovationstempo und sichere Produkte seien dabei keine echte Alternative zueinander, sondern ließen sich gleichzeitig erreichen. Neue Gesetze oder Regulierung seien dafür nicht nötig, so Huang, es brauche lediglich Unternehmen, die selbst entschieden, wann sie innehalten sollten, falls ein Produkt außer Kontrolle zu geraten drohe.

Debatte um Selbstregulierung der Branche

Die Frage einer möglichen freiwilligen Selbstregulierung der Branche sprach Huang laut Bericht nicht direkt an; er setzt stattdessen eher auf offene KI-Modelle mit frei einsehbaren Gewichtungen als Gegengewicht zu geschlossenen, proprietären Anbietern. Microsoft-CEO Satya Nadella hatte am Montag beim All-In Summit erklärt: „China sollte sich genauso stark um dieselben Sicherheitsfragen sorgen, wenn die USA sich darum sorgen. Warum sollte das für China anders sein? Es ist nicht so, dass sie nicht dasselbe Hacking-Problem hätten.“ Huang selbst hatte laut TechCrunch zuletzt auch direkten Kontakt zu US-Präsident Donald Trump gesucht, um für ein hohes Entwicklungstempo bei KI zu werben.

(red)

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