Have I Been Pwned hat die von ShinyHunters veröffentlichten Daten aus dem Angriff im November 2025 ausgewertet. Betroffen sind Alumni, Spender und Eltern.
Harvard: Datenleck betrifft 850.500 Konten

Beim Angriff auf die Harvard University 2025 sind Daten zu rund 850.500 Konten abgeflossen. Das hat der Benachrichtigungsdienst Have I Been Pwned (HIBP) am 3. November 2026 mitgeteilt, nachdem er die von den Angreifern veröffentlichten Daten ausgewertet hatte. Harvard selbst hatte keine Zahl genannt.
„Die Daten enthielten 851.000 eindeutige E-Mail-Adressen aus den Alumni- und Fundraising-Systemen der Universität sowie umfangreiche Profilinformationen zu Spendern, Alumni, Eltern und einigen Lehrkräften, Beschäftigten und Studierenden.”
Have I Been Pwned
Zu den Daten gehören Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Postanschriften und Profile in sozialen Netzwerken. 64 Prozent der E-Mail-Adressen waren bereits aus früheren Datenlecks in der Datenbank des Dienstes erfasst. Betroffene können dort prüfen, ob ihre Adresse betroffen ist.
Keine Sozialversicherungsnummern
Harvard hatte den Angriff auf die Systeme seiner Abteilung Alumni Affairs and Development am 18. November 2025 festgestellt. Die Angreifer hatten sich laut den Berichten über Phishing Zugang verschafft. CIO Klara Jelinkova erklärte damals, in den betroffenen Systemen seien keine Sozialversicherungsnummern, Passwörter, Zahlungskarten- oder Finanzdaten gespeichert gewesen.
Die Erpressergruppe ShinyHunters bekannte sich zu dem Angriff und gab an, mehr als eine Million Datensätze mit persönlichen Angaben und Daten zu Spenden erbeutet zu haben. Nachdem Harvard kein Lösegeld zahlte, veröffentlichte die Gruppe im Februar 2026 ein 1,1 GB großes Archiv auf ihrer Leak-Seite. Harvard hat den Angriff keiner bestimmten Gruppe zugeordnet.
Weitere Hochschulen betroffen
Im November 2025 hatten auch die Princeton University und die University of Pennsylvania Angriffe gemeldet, bei denen Daten von Spendern abgeflossen waren. Harvard war zudem im Oktober 2025 im Zusammenhang mit einer Lücke in Oracle E-Business Suite überprüft worden.
Gegen ShinyHunters gehen Ermittler inzwischen verstärkt vor. Seit September wurden mehrere mutmaßliche Mitglieder in den Niederlanden, Jordanien und den USA festgenommen. Laut FBI-Ermittlern sollen zudem Manager von Firmen für Lösegeldverhandlungen mit der Gruppe zusammengearbeitet haben. Mit den erbeuteten Daten lassen sich gezielte Phishing-Angriffe auf Alumni und Spender vorbereiten. Betroffene sollten bei unerwarteten Anfragen, die sich auf Harvard beziehen, besonders vorsichtig sein.
(red)




