Auf der Center Stage treffen sich rund 80 internationale Vordenkerinnen, führende Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie mutige Innovatorinnen, um die Zukunft der Industrie greifbar zu machen.
Die Plattform bietet nicht nur inspirierende Keynotes, sondern auch praxisnahe Einblicke, Diskussionen und Live-Demonstrationen. Wer teilnimmt, erlebt, wie Ideen konkret werden und Industrieinnovationen von morgen schon heute sichtbar sind.
Künstliche Intelligenz als Wettbewerbsvorteil
Am Montag, den 20. April, stand die Rolle von KI in der Industrie im Fokus. Europa setzt auf souveräne KI-Infrastrukturen, interoperable Datenräume und industrielle Anwendungskompetenz, um im globalen Wettbewerb um Rechenleistung und Know-how nicht zurückzufallen. Auf dem Podium diskutierten führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und CEOs wie Roland Busch von Siemens sowie Julie Sweet von Accenture, wie industrielle Wertschöpfung im KI-Zeitalter gestaltet werden kann.
Transformation der Automobilindustrie
Am Dienstagvormittag war die Automobilbranche das Thema. Klimapolitik, digitale Innovationen und disruptive Technologien stellen Hersteller und Zulieferer vor neue Herausforderungen. Experten wie Toto Wolff von Mercedes AMG PETRONAS und Oliver Steil von TeamViewer diskutierten über den Wandel zu softwaregetriebenen Mobilitätsanbietern und die strategische Neuausrichtung der europäischen Industrie.
Sicherheit, Verteidigung und industrielle Stärke
Am Nachmittag beleuchteten die Panels die sicherheitspolitische Dimension industrieller Transformation. Resiliente Lieferketten, Dual-Use-Technologien und europäische Beschaffungsstrategien standen im Mittelpunkt. Teilnehmer*innen wie Christian Freuding von der Bundeswehr und Armin Papperger von Rheinmetall zeigten Wege auf, wie industrielle und sicherheitspolitische Interessen zusammengeführt werden können.
Energieinnovation und KI-gesteuerte Systeme
Am Mittwochmorgen ging es um die Energieversorgung der Zukunft. Themen waren KI-gestützte Netze, industrielle Energieunabhängigkeit durch Multi-Day Storage und die Rolle von Quantencomputing. Sprecher*innen wie Heike Riel von IBM Research und Alexander Seitz von Volkswagen präsentierten globale Perspektiven von Europa über China bis zu den USA und zeigten, wie Technologie die Energiewende vorantreibt.
Humanoide Roboter in der Produktion
Nachmittags wurden humanoide Roboter in der industriellen Fertigung diskutiert. Sie könnten repetitive, gefährliche oder körperlich belastende Aufgaben übernehmen, stehen aber noch vor Herausforderungen wie Ausdauer, Geschicklichkeit und Kosten. Experten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Microsoft und NVIDIA stellten technische Entwicklungen, Praxisbeispiele und Visionen vor.
Best Practices in KI und Automatisierung
Am Donnerstagmorgen erhielten die Teilnehmenden konkrete Einblicke in datengetriebene Produktionsprozesse. Unternehmen wie Claas, Merck und die ON AG zeigten, wie KI für Qualitätssicherung, Fertigungssteuerung und Logistik eingesetzt wird. Dabei standen Praxisnähe und messbare Ergebnisse im Vordergrund.
Startups als Treiber industrieller Innovation
Am Donnerstagnachmittag präsentierten Gründerinnen aus Startups ihre Ansätze, den industriellen Mittelstand zu verändern. Themen reichten von digitalen Zwillingen über Energieeffizienz bis zu resilienten Lieferketten. Vertreterinnen wie Carsten Maschmeyer und Verena Pausder gaben Einblicke, wie Innovation in wirtschaftlichen Wertschöpfungsraum übersetzt werden kann.
Technologie, Arbeit und Kompetenzen im Wandel
Am Freitagmorgen schloss das Programm mit Blick auf Arbeit, Kultur und Kompetenzen im Zeitalter von KI, Quantenforschung und Space Tech. Internationale Wissenschaftlerinnen, Unternehmerinnen und Influencer*innen diskutierten, welche Fähigkeiten zukünftig benötigt werden und wie neue Technologien die Arbeitswelt verändern.
Die Center Stage 2026 zeigte eindrucksvoll: Industrie, Technologie und Gesellschaft sind eng miteinander verflochten. Nur wer Innovationen frühzeitig erkennt, versteht und praktisch umsetzt, wird die Chancen der digitalen Transformation voll ausschöpfen.