Datenpanne bei Chiphersteller

Analog Devices meldet Datenschutzverletzung nach Hackerangriff

Analog Devices
Bildquelle: PJ McDonnell/Shutterstock.com

Der Halbleiterhersteller Analog Devices hat einen Hackerangriff bekannt gegeben, bei dem Unbekannte im Juni Dateien aus Unternehmenssystemen entwendet haben.

Der in Massachusetts ansässige Konzern mit rund 24.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von etwa 12 Milliarden US-Dollar entwickelt und fertigt analoge, gemischt-signalbasierte und digitale Signalverarbeitungschips für Industrie-, Automobil- und Kommunikationsanwendungen. In einer am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Mitteilung erklärte Analog Devices, am 23. Juni unautorisierten Zugriff auf bestimmte Unternehmenssysteme festgestellt zu haben. Eine mit Unterstützung externer Sicherheitsexperten durchgeführte Untersuchung ergab, dass Angreifer Dateien entwendet hatten. Welche Art von Informationen betroffen war, teilte das Unternehmen bislang nicht mit.

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Nach eigenen Angaben wurde der Geschäftsbetrieb durch den Vorfall nicht beeinträchtigt, und es liegen bislang keine Hinweise darauf vor, dass die entwendeten Daten veröffentlicht oder missbräuchlich verwendet wurden. Analog Devices geht davon aus, dass der Vorfall keine wesentlichen Auswirkungen auf Geschäft, Betrieb oder Finanzlage des Unternehmens haben wird.

Separater Vorfall wird derzeit geprüft

In derselben Mitteilung erklärte das Unternehmen, am 26. Juli auf Berichte zu einem davon unabhängigen, separaten Sicherheitsvorfall aufmerksam geworden zu sein, dessen Gültigkeit, Umfang und mögliche Auswirkungen derzeit geprüft würden. Dies dürfte sich auf die neu aufgetretene Erpressergruppe ExfilSquad beziehen, die behauptet, 570.000 Datensätze von Analog Devices erbeutet zu haben.

ExfilSquad hat sich nach bisherigen Erkenntnissen auf reinen Datendiebstahl spezialisiert und nutzt offenbar keine dateiverschlüsselnde Ransomware. Auf der Leak-Website der Gruppe werden derzeit unter anderem Microsoft, die US-Städte Atlanta und Houston sowie das britische Bildungsministerium als Opfer geführt, wobei das Sicherheitsunternehmen SOCRadar in einer aktuellen Analyse darauf hinwies, dass einige Angaben der Gruppe übertrieben oder frei erfunden wirken. Analog Devices selbst taucht zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr auf der Website der Gruppe auf.

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(red)

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