Umfrage

Die Auswirkungen der Pandemie, Homeoffice und Erreichbarkeit

Die mobile Arbeit ist gekommen, um zu bleiben: Die aktuelle Umfrage des Berufsverbandes DFK – Verband für Fach-Führungskräfte zeigt, wie grundlegend die Pandemie die Arbeitswelt verändert hat. 

Dabei wurden rund 600 Fach- und Führungskräfte befragt, davon knapp 50% Leitende Angestellte sowie außertarifliche Angestellte (27%) und Geschäftsführer (rund 18%) – zur Hälfte in Unternehmen über, zur anderen Hälfte unter 1.000 Mitarbeitern tätig. Im Jahre 2012 wurde eine vergleichbare Umfrage durchgeführt, die DFK-Erreichbarkeitsstudie, so dass ein Vergleich mit den Werten der Studie von vor 10 Jahren gezogen werden kann. 

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Der Wandel der Arbeitswelt: Überwiegend positiv

57% der Fach- und Führungskräfte in Deutschland schätzen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeitswelt überwiegend positiv ein. Vor allem wird demnach ortsunabhängiges Arbeiten normal und dauerhaft weniger Dienstreisen erforderlich sein (jeweils fast 87%). Für rund 74% wird auch zeitlich flexibles Arbeiten normal werden und knapp 66% sehen zukünftig weniger Büroflächen.

Die Fach- und Führungskräfte sehen die Chancen und positiven Seiten des Wandels größer als die negativen und deren Risiken. Die eindeutigen Vorteile wollen die befragten Fach- und Führungskräfte jedenfalls nicht mehr missen: Bei den Vorteilen von Homeoffice und den digitalen Kommunikationsmöglichkeiten liegen klar die Flexibilität (fast 80%) und die bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben (76%) vorne. 

Soziale Eingebundenheit in den Fokus

Aber auch die Gefahren sind den Befragten sehr bewusst: 64% sehen eine schlechtere Kommunikation zwischen den MitarbeiterInnen, 51% sehen sogar eine Vereinsamung. „Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig die soziale Eingebundenheit ist und bleibt. Wir sind an einem Punkt, an dem wir die neuen Möglichkeiten mit Bedacht und im engen Austausch mit den MitarbeiterInnen und den Betriebsräten und Sprecherausschüssen in die post-Corona-Ära überführen müssen“, so DFK-Vorstandsvorsitzender Michael Krekels. „Es gilt, mit Bedacht die Vorteile der physischen und virtuellen Zusammenarbeit zu verbinden: Soziales Miteinander und erleichterte Zusammenarbeit im Büro einerseits und die größere Flexibilität und Freiheit im Homeoffice andererseits.“ 

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Das „neue Normal“ ist hybrid

Vor der Pandemie konnten über 75% der Befragten nur einen Tag pro Woche oder gar nicht im Homeoffice arbeiten. Ihr Wunsch für die Zukunft: Über 76% der Fach- und Führungskräfte wollen 2 Tage oder mehr im Homeoffice arbeiten. 95% wollen zukünftig regelmäßig zumindest einen Tag aus dem Homeoffice arbeiten. Nur rund 5% wollen gar kein Homeoffice. 

Für die allermeisten der Befragten steht fest, dass Homeoffice jedenfalls nicht zu schlechteren Leistungen führt. Der Aussage stimmten nur 14% der Befragten zu. Vielmehr schätzen sich sogar 54% zuhause produktiver ein als im Büro. 

„Mobile Arbeit bewährt sich in der Praxis – und die Fach- und Führungskräfte machen sich dafür stark, dass sie bleibt: Sie wollen eine hybride Arbeitswelt, in der Flexibilität und Vereinbarkeit eine zentrale Rolle spielen“, fasst DFK-Verbandsgeschäftsführer Sebastian Müller zusammen. „Vor allem zeigt sich: Die digitale Transformation der Arbeitswelt in den Unternehmen hat einen so großen Schub bekommen, dass es nun gilt, diesen für die Zukunft zu gestalten. “

www.dfk.eu

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