Vorstoß chinesischer KI-Labore

DeepSeek und Alibaba fordern US-Frontier-Modelle heraus

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Bildquelle: Mojahid Mottakin / Shutterstock.com

DeepSeek veröffentlicht V4 und Alibaba enthüllt Qwen 3.8. Die neuen Modelle bieten hohe Leistung auf eigener Hardware zu extrem niedrigen Preisen.

Die chinesischen KI-Unternehmen DeepSeek und Alibaba haben neue Modelle veröffentlicht, die in direkter Konkurrenz zu US-amerikanischen Systemen von OpenAI und Anthropic stehen. DeepSeek hat sein Modell V4 am 19. Juli 2026 in die allgemeine Verfügbarkeit überführt, drei Monate nach dem ersten Preview-Start. Erste Testberichte bescheinigen dem Modell eine Leistung, die sich dem Niveau von Claude Opus 4.8 und GPT-5.6 Sol annähert.

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Im SWE-bench Verified für Programmieraufgaben erreichte V4 bereits in der Testphase einen Wert von 80,6 Prozent. Alibaba stellte kurz darauf das Open-Weight-Modell Qwen 3.8 vor, das mit 2,4 Billionen Parametern zu den größten frei verfügbaren Modellen gehört. Laut Angaben von Alibaba ist Qwen 3.8 „nur Fable 5 unterlegen“. Eine Vorschau des Modells ist auf den Plattformen Token Plan und Qoder freigeschaltet. Bereits kurz zuvor hatte das chinesische Startup Moonshot mit Kimi K3 ein Open-Weight-Modell mit 2,8 Billionen Parametern präsentiert.

Aggressive Preisstrategie im Vergleich zu US-Anbietern

Beide Unternehmen setzen auf stark reduzierte Preise, um Marktanteile zu gewinnen. DeepSeek führte mit dem Start eine dynamische Preisgestaltung ein. Zu Nebenzeiten kostet die Nutzung von V4 Pro 87 Cent pro Million Token, während für ein vergleichbares Datenvolumen bei Fable 5 von Anthropic 50 US-Dollar verlangt werden. Alibaba bietet die Vorschau von Qwen 3.8 zu einem Zehntel seines regulären Tarifs an. Ziel dieser Preispolitik ist es, das technologische Leistungsniveau der Marktführer zu erreichen und dieses preislich zu unterbieten.

Unabhängigkeit durch heimische Chip-Infrastruktur

Neben der Preisgestaltung treiben die Entwickler die Unabhängigkeit von ausländischer Hardware voran. DeepSeek optimierte V4 bereits in der Vorschauphase für die Ascend-Prozessoren von Huawei statt für Chips von Nvidia. Das Unternehmen entwickelt zudem seit dem vergangenen Jahr einen eigenen Chip für die Inferenz, um die Hardware-Abhängigkeit vollständig zu beenden. Alibaba verfolgt eine analoge Strategie und betreibt seine neuen Infrastrukturen mit dem hauseigenen KI-Prozessor Zhenwu M890. Dadurch verringern die Labore den Einfluss von Handelsbeschränkungen der US-Regierung auf ihre technologische Entwicklung.

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(red)

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