Kritik

Copilot erhält eigenen Browser in Windows 11

Microsoft Copilot
Bildquelle: PixieMe/Shutterstock.com

Microsoft integriert einen eigenen Browser in Copilot für Windows 11 und macOS, Nutzer reagieren auf Reddit überwiegend ablehnend.

Microsoft führt für seine KI-Anwendung Copilot unter Windows 11 und macOS einen eigenen, in die App integrierten Browser ein. Nutzer sollen von Copilot vorgeschlagene Weblinks damit öffnen können, ohne die Copilot-Oberfläche zu verlassen.

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Links öffnen sich direkt neben dem Chat

Statt Nutzer wie bisher an ihren Standardbrowser weiterzuleiten, öffnet Copilot die verlinkte Webseite künftig in einem eigenen Fenster direkt neben dem laufenden Gespräch. Damit befinden sich Chatbot und Webbrowser erstmals im selben Fenster. Die neue, separate Komponente basiert auf der Technologie von Microsoft Edge und soll sich an die gewohnten Windows-11-Abläufe der Nutzer anpassen. Ziel ist es laut Microsoft, das Lesen von Webseiten aus Copilot-Vorschlägen mit einem weiterhin sichtbaren KI-Gespräch zu verbinden und die Abhängigkeit vom jeweiligen Standardbrowser zu verringern, insbesondere wenn in Chrome, Firefox oder Edge bereits zahlreiche Tabs geöffnet sind.

Verfügbarkeit für Administratoren schon jetzt

Die Funktion wird laut Microsoft bereits seit Jahresbeginn getestet. IT-Administratoren können sie schon jetzt aktivieren, ein breiterer Rollout für alle Nutzer ist für Ende November vorgesehen.

Die Ankündigung stieß insbesondere auf der Plattform Reddit auf deutliche Kritik. Im Subreddit r/windowscentral schrieb ein Nutzer: „Nein. Copilot ist eine Plage, der ich bei jeder Gelegenheit aus dem Weg gehe. Einen Browser in Copilot zu haben, klingt nach der Hölle.“ Ein weiterer Nutzer erklärte, er öffne Copilot-Links derzeit in seinem „echten Webbrowser“ und die integrierte Version müsste schon „wirklich gut“ sein, um ihn von dieser Gewohnheit abzubringen.

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Weitere Kritik an Copilot in diesem Jahr

Der neue Browser reiht sich in eine Serie kritisch aufgenommener Copilot-Entwicklungen im laufenden Jahr ein. Im Februar sorgte ein Fehler in Copilot für Aufsehen, durch den die KI-Assistenz Zugriff auf vertrauliche E-Mails von Organisationen erhielt. Im März machten in sozialen Medien zahlreiche Memes unter dem Spottnamen „Microslop“ die Runde, nachdem Nutzer wiederholt fragwürdige von Copilot erzeugte Inhalte geteilt hatten. Im Juni sorgten zudem Einschränkungen bei der Nutzung von KI-Kontingenten in GitHub Copilot für Unmut unter Entwicklern.

(red)

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