Arbeitskräftemangel statt Jobverluste

Bezos: KI könnte Drei-Tage-Woche ermöglichen

Amazon-Gründer Jeff Bezos erwartet durch KI eher Arbeitskräftemangel als Jobverluste. Konkrete Angaben machte er in einem Fox-News-Interview nicht.

Bezos: KI könnte Drei-Tage-Woche ermöglichen
Bildquelle: FotoField/Shutterstock.com

Amazon-Gründer und Executive Chairman Jeff Bezos hält es für möglich, dass KI so große Produktivitätsgewinne bringt, dass Beschäftigte in den USA nur noch drei Tage pro Woche arbeiten müssen. Das sagte er in einem Interview mit Fox-News-Moderator Bret Baier. Manche Menschen könnten dann entscheiden, ihre Familie mit drei Arbeitstagen pro Woche zu versorgen. Haushalte mit zwei Verdienern könnten zudem auf ein Einkommen verzichten. Wie das konkret gelingen soll, erläuterte Bezos nicht.

Arbeitskräftemangel statt Jobverluste

Bezos argumentierte, KI könne eher zu einem Mangel an Arbeitskräften als zu massenhaften Jobverlusten führen. Viele kluge Menschen sagten Arbeitsplatzverluste durch KI voraus, er sei jedoch anderer Meinung. Auf den Hinweis, dass Amazon in den vergangenen zwölf Monaten rund 30.000 Stellen gestrichen hat, verwies Bezos auf die starken Neueinstellungen des Unternehmens nach der Corona-Pandemie.

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KI als industrielle Blase

Bezos hatte KI zuvor als eine Art industrielle Blase bezeichnet, die gut sei.

„Was in diesen industriellen Blasen passiert … Spekulanten können Geld verlieren, weil sie in all diese Dinge investieren. Aber die Erfindungen verschwinden nicht, wenn die Blase platzt.“
Jeff Bezos, Amazon-Gründer

Ob derzeit eine solche Blase bestehe, sei schwer zu sagen, die Technologie sei aber real. Eine Blase könne für die Gesellschaft nützlich sein, da sie jede Idee finanziere.

Zudem äußerte sich Bezos zu dem Vorhaben von US-Präsident Donald Trump, künstliche Intelligenz in „Superintelligenz“ umzubenennen. Er begrüße die Bezeichnung, da „künstlich“ wenig schmeichelhaft sei und nach Fälschung klinge.

Eine Studie des Forschungsnetzwerks CESifo hatte im September gezeigt, dass KI die Arbeitslosigkeit unter frischen Hochschulabsolventen in den USA bislang nicht messbar erhöht hat. Die Autoren wiesen jedoch darauf hin, dass für abschließende Aussagen noch zu wenig Zeit vergangen sein könnte.

(red)

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