Jeff Bezos baut das KI-Startup Prometheus auf. Das Unternehmen soll komplexe Industrieprodukte wie Raketentriebwerke und Roboter entwerfen.
Der Amazon-Gründer Jeff Bezos hat neue Details über sein im November vergangenen Jahres gegründetes Künstliche-Intelligenz-Startup namens Prometheus bekannt gegeben. Das Technologieunternehmen arbeitet an der Entwicklung eines sogenannten künstlichen Allround-Ingenieurs (Artificial General Engineer). Diese spezialisierte KI soll menschliche Ingenieure dabei unterstützen, komplexe physische Produkte wie Roboter, Medikamente, Produktionssysteme und Raketentriebwerke zu entwerfen und zu optimieren. Das übergeordnete Ziel ist es, den Entwicklungszyklus von der ersten Idee bis zur industriellen Serienfertigung massiv zu verkürzen.
Bewertung von 41 Milliarden US-Dollar nach Finanzierungsrunde
Das Startup hat eine Finanzierungsrunde über 12 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, wodurch der Marktwert des Unternehmens auf rund 41 Milliarden US-Dollar steigt. Zu den Geldgebern gehören neben Jeff Bezos selbst namhafte institutionelle Investoren wie JPMorgan Chase, Goldman Sachs und BlackRock. Das Startup beschäftigt derzeit rund 150 Mitarbeiter an den Standorten San Francisco, London und Zürich. Jeff Bezos leitet das Unternehmen als Co-Geschäftsführer gemeinsam mit Vikram Vik Bajaj. Bajaj ist ein kanadischer Wissenschaftler, der zuvor die auf Gesundheitstechnologie ausgerichtete Forschungsgruppe Verily des Google-Mutterkonzerns Alphabet mitbegründet hat.
Mögliche Einsatzbereiche und Kundenstruktur von Prometheus
Die von Prometheus entwickelten Software-Werkzeuge sollen branchenübergreifend in der Robotik, der pharmazeutischen Entwicklung und der schweren Fertigungsindustrie eingesetzt werden. Eine formelle gesellschaftsrechtliche Verbindung zu Amazon oder dem Raumfahrtunternehmen Blue Origin besteht laut den Unternehmensangaben nicht, allerdings gilt Blue Origin als potenzieller Großkunde. Zu den potenziellen Anwendungsfällen der Technologie äußerte sich Jeff Bezos in einem Gespräch mit der New York Times:
„Blue Origin ist ein perfektes Beispiel für ein Unternehmen, das von den Werkzeugen profitieren könnte, die Prometheus entwickelt. Jedes Unternehmen, das hochentwickelte Geräte baut – wie Raketentriebwerke –, würde enorm von dieser Art von Technologie profitieren.“
Jeff Bezos, Amazon-Gründer
(red)