Arbeiten für neuen Rechenzentrum-Campus in Hanau gestartet

Auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne soll in den kommenden Jahren der geplante hochmoderne Rechenzentrum-Campus Gestalt annehmen. Der Logistikimmobilien-Entwickler P3 Logistic Parks stellte die Pläne am Donnerstag in Hanau vor.

Das Unternehmen hat die ehemalige Kaserne von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übernommen und wird nun auf dem 250 000 Quadratmeter großen Grundstück das P3 Datacenter Hanau entwickeln. Klimaschutz und Energieeffizienz sollen dabei eine zentrale Rolle spielen, wie das Unternehmen hervorhob. Der Campus werde nachhaltig gebaut und betrieben sowie zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden.

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«Der E-Commerce-Boom und die zunehmende Telearbeit machen immer deutlicher, wie wichtig Rechenzentren für uns alle sind», erklärte Sönke Kewitz, Geschäftsführer P3 Logistic Parks Deutschland. «Ohne sie ist die fortschreitende Digitalisierung nicht möglich und der Bedarf, dieser Nachfrage mit einer grünen Alternative zu begegnen, ist enorm». Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) ergänzte: «Die Entwicklung der ehemaligen Großauheim-Kaserne zu einem auch im internationalen Maßstab sehr großen Rechenzentrums-Campus stellt für uns das Herzstück der Umsetzung unserer Rechenzentrumsstrategie dar.»

Geplant sei die Errichtung des Campus in mehreren Phasen, wobei über einen Zeitraum von zehn Jahren mindestens acht Module mit einer Gebäudefläche von etwa 200 000 Quadratmetern gebaut werden. Zuvor werde das Gelände der seit 2008 leerstehenden Großauheim-Kaserne dekontaminiert und der Gebäudebestand abgerissen und recycelt. Diese Arbeiten begannen bereits Anfang dieser Woche, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Vorgesehen seien auch Artenschutzmaßnahmen wie die Einrichtung von Ausgleichsflächen sowie die Umsiedlung schutzbedürftiger Tiere.

Für den Rechenzentrums-Campus ist eine Anschlussleistung von 180 Megawatt geplant. Dabei seien Ziele für einen nachhaltigen Betrieb vereinbart worden. So soll das P3 Datacenter bereits mit der Inbetriebnahme des ersten Moduls vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden, hieß es.

dpa

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