Ungewöhnlich früher Verkaufsstart

Apple zog Vorstellung von Mac mini wegen KI-Nachfrage vor

Macmini
Bildquelle: M21Perfect/Shutterstock.com

Laut einem Bericht des Fachdiensts The Information hat Apple die Vorstellung der neuen Mac-mini- und Mac-Studio-Modelle vorgezogen.

Üblicherweise stellt Apple neue Mac-Modelle erst im Herbst vor, meist im Oktober oder November. Die Ankündigung Ende August erfolgte damit ungewöhnlich früh, nur wenige Wochen vor dem eigentlichen iPhone-Event. Laut The Information steckt der durch KI ausgelöste Boom bei Verkäufen von Mac Studio und Mac mini hinter dem vorgezogenen Termin. Apple bewarb dabei gezielt die Möglichkeit, mehrere Mac-Studio-Geräte zu einem einzigen, leistungsfähigeren System zusammenzuschließen, um große KI-Spitzenmodelle zu betreiben, eine Funktion, die klar auf Geschäfts- und Entwicklerkunden statt auf gewöhnliche Verbraucher zielt.

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Bereits im Juni hatte Apple diese Verschiebung hin zu geschäftlichen Käufern bei einer eigenen Veranstaltung unter dem Titel „Business at the Park“ mit Führungskräften von Ford, Disney und Anthropic sichtbar gemacht, bei der der Mac mini nach Berichten besonders im Mittelpunkt stand. Dennoch traf der tatsächliche Ansturm von Unternehmenskunden auf leistungsstarke Desktop-Macs das Unternehmen offenbar unvorbereitet.

Apple: Fehlendes Vertriebsteam für Geschäftskunden

Apple verfügte Berichten zufolge weder über ein eigenes Entwicklungsteam für Geschäftskunden noch über spezielles Personal für Entwicklerbeziehungen und hatte auch keine eigene Strategie für Unternehmens-KI. Unternehmen, die bei Apple direkten Zugang zur eigenen Private-Cloud-Compute-Infrastruktur kaufen wollten, seien dabei abgewiesen worden. Stattdessen setzt Apple auf externe Partner wie WebAI und Mount Thor, die KI-Werkzeuge sowie Ausführungsumgebungen auf Basis von Apple-Hardware anbieten. Nach Angaben von Cult of Mac, das sich ebenfalls auf The Information beruft, kaufte OpenAI in den vergangenen Monaten mehrere Zehntausend Mac-mini- und Mac-Studio-Geräte für eigene Zwecke wie bestärkendes Lernen sowie agentenbasierte KI-Arbeitsabläufe zur Computernutzung, während Anthropic über seine enge Zusammenarbeit mit Amazon entsprechende Mac-Geräte über AWS anmietet.

Engpässe durch parallele Speicherknappheit verschärft

Die gestiegene Nachfrage nach Mac-Hardware für KI-Anwendungen fällt zeitlich mit der globalen Speicherchip-Knappheit zusammen, wodurch zahlreiche Mac-mini- und Mac-Studio-Konfigurationen bereits seit Monaten kaum verfügbar sind. Einzelne Geschäftskunden weichen den Berichten zufolge deshalb bereits auf andere Hardware wie Nvidias kompakten KI-Desktop DGX Spark aus, da Apples eigene High-End-Konfigurationen weiterhin schwer zu bekommen sind. Die meisten der neuen Modelle sollen zudem erst in der dritten Septemberwoche tatsächlich ausgeliefert werden, nach einer ungewöhnlich langen Vorbestellphase, mit der Apple die eigene Lieferkette und Fertigung besser auf die gestiegene Nachfrage abstimmen will.

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(red)

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