Strategische Beschaffung, Cloud, Finanzierung, DaaS

Speicherkrise? Der Weg heraus

Explodierende Preise sowie Lieferzeiten von bis zu neun Monaten beeinträchtigen klassische Beschaffungsmodelle für IT-Hardware. Es gibt Wege, die Versorgung trotz der aktuellen Speicherkrise zu sichern. Aber Unternehmen müssen jetzt handeln.

Die globale IT-Landschaft erlebt durch den KI-Boom eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Speicherkapazitäten. Diese veranlasst Hersteller von Storage-Modulen dazu, einen Teil ihrer Produktionsressourcen auf High-Bandwidth Memory (HBM) umzuwidmen. Zudem sind strategische Produktionsbeschränkungen und Welleneffekte zu beobachten, die die Speicherkrise verstärken. Das ist kein vorübergehender Effekt, sondern eine strukturelle Neuausrichtung, die mindestens bis ins Jahr 2027 und wohl darüber hinaus anhalten wird.

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Die Folgen für Unternehmen sind gravierend: Bei vorhergesagten Preissteigerungen von rund 100 Prozent bei DRAM- und PC DRAM-Modulen sowie über 50 Prozent bei SSD- und NAND Flash-Komponenten alleine im ersten Vierteljahr 2026 im Vergleich zum Vorquartal reichen geplante Budgets nicht mehr aus. Zudem verhindern Lieferzeiten von bis zu neun Monaten die klassische „Just-in-Time“-Beschaffung. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass Hersteller die Gültigkeitsdauer ihrer Angebote von den bislang üblichen 30 Tagen auf 14 oder sogar 7 Tage reduziert haben.

Daher benötigen Unternehmen jetzt neue Lösungsansätze für die Speicherbeschaffung, sonst riskieren sie Projektverzögerungen, Budgetüberschreitungen und den Verlust von Wettbewerbsvorteilen. Dazu stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Sie reichen von strategischer Beschaffung über flexible Finanzierung bis zu Device-as-a-Service-Angeboten.

Insight Speicherkrise
(Quelle: Insight)

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Strategische Beschaffung

Die effektivste Sofortmaßnahme ist, der Nachfragekurve voraus zu sein. Dafür benötigen Unternehmen erfahrene Lösungsexperten, die bestehende 12- bis 18-Monats-Roadmaps analysieren und bei Bedarf eine Persona-Mapping-Bewertung erstellen. Diese soll gewährleisten, dass die erforderlichen Geräte bei den richtigen Personen zum optimalen Preis landen.

Sobald dieser strategische Plan fertiggestellt ist, erfolgt die Umsetzung: Unternehmen geben ihre Bestellungen entweder für sofortige Lieferung oder für eine geplante Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr zeitnah auf. Dann sollten die Produkte in der Zwischenzeit sicher gelagert werden.

Um eine solche Strategie mit der Finanzplanung abzustimmen, können Partner den Kauf über ein Bill-and-Hold-Modell abwickeln, damit die Beschaffung den spezifischen Anforderungen für die Abrechnung entspricht. Dies sichert kritische Bestände und fixiert Preise, bevor sie weiter steigen.

Unternehmen können mit der richtigen Strategie ihre Hardwareversorung sichern.

Thomas Nies, Insight Technology Solutions GmbH

Flexible Finanzierung

Eine „Stock-up“-Strategie zum Anlegen großer Vorräte kann bei rasant steigenden Preisen eine erhebliche Investitionshürde sein. Flexible Finanzierungslösungen von Partnern beseitigen diese Barriere, indem große Hardwarekäufe in vorhersehbare Betriebskostenmodelle umgewandelt werden. So sichern sich Unternehmen die benötigten Bestände, ohne den aktuellen Cashflow zu belasten.

Zudem benötigt nicht jeder Nutzer sofort ein neues Gerät. Moderne Cloud-basierte Lösungen wie Windows 365 stellen ein sicheres und leistungsfähiges Desktop-Erlebnis auch auf bestehender Hardware bereit. Dies verlängert die Lebensdauer bereits genutzter Endgeräte, verschiebt Investitionsausgaben und reduziert damit die Auswirkungen des volatilen Neugerätemarkts auf das Unternehmen.

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Device as a Service

Ein wirksames Modell ist auch Device as a Service – entweder in Opex gekoppelt mit einem Leasing-Modell oder in Capex. Entsprechende Angebote kombinieren Hardware, Software und Lifecycle-Services zu einem vorhersehbaren monatlichen Kostenmodell pro Nutzer. Dies verwandelt hohe und schwer vorhersehbare Investitionsausgaben in stabile, übersichtliche Betriebskosten.

Ein geeigneter Partner sollte jedoch über die notwendigen Beschaffungskapazitäten und OEM-Beziehungen verfügen. Nur damit kann er sicherstellen, dass Kundenteams die benötigten aktuellen Geräte erhalten. Dies erfolgt dann ohne Vorabinvestitionen oder logistischen Aufwand zur Beschaffung für das Unternehmen.

Fazit

Die Zeit des im Überfluss vorhandenen Speichers, der immer preisgünstiger wird, ist vorbei. Aufgrund der weiter steigenden KI-Nachfrage wird er voraussichtlich immer teurer, sodass Unternehmen jetzt die richtige Strategie ermitteln sollten. Dabei geht es nicht nur um den Kauf von Hardware, sondern auch um einen resilienten, zukunftssicheren Ansatz rund um Server- und Desktop-Lösungen. Ob Vorratskauf, flexible Finanzierung, Cloud-Angebote oder Device as a Service: Externe Partner sollten alle Möglichkeiten bieten und auf Basis aktueller Marktinformationen die jeweils optimale Lösung für jeden Unternehmenskunden finden.

Thomas

Nies

Sales Director DACH

Insight Technology Solutions GmbH

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