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Phubbing

Das Ignorieren von Freunden durch anhaltendes Starren auf das Display seines Smartphones, sogenanntes "Phubbing", ist die Folge psychischer Probleme wie Depressionen und Angstzuständen, sagen Forscher der University of Georgia.

Dieses Verhalten kann schwerwiegende Folgen für eine Freundschaften haben, so die Experten.

Neurosen beeinflussen Phubbing

"Depressive und sozial ängstliche Menschen ignorieren ihre Freunde häufiger als jene, die keine psychischen Probleme haben", so Juhyung Sun, Hauptautorin der Studie. Auch Persönlichkeitsmerkmale wie Neurosen würden das Phubbing-Verhalten beeinflussen. "Ich habe beobachtet, dass so viele Menschen ihre Telefone benutzen, während sie mit ihren Freunden im Café sitzen, zu jeder Tageszeit, unabhängig von der Art der Beziehung", so Sun.

Zuerst hat die Forscherin die Smartphone-Sucht vieler Menschen mit Phubbing in Verbindung und die damit verbundene Gewohnheit, ständig Benachrichtigungen zu lesen, die auf dem Bildschirm erscheinen, miteinander in Verbindung gebracht. "Die Leute reagieren sehr sensibel auf ihre Benachrichtigungen. Mit jedem Summen oder Geräusch schauen sie bewusst oder unbewusst auf ihre Telefone", weiß Sun. Ursache sei das breite Anwendungsfeld der Geräte. Sie lieferten Infos aller Art, vom Wetter bis hin zu aktuellen Nachrichten. Das seien Schlüsselfaktoren für das ständige Starren auf das Display.

Verschärfung nach Corona-Krise

Signifikant war laut der Expertin, dass verträgliche Menschen dazu neigen, kooperatives, höfliches und freundliches Verhalten in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Einstellungen zu zeigen und Phubbing vermeiden. Suns Beraterin für das Projekt, Jennifer Samp, glaubt, dass Phubbing zu einem noch größeren Problem wird, wenn Menschen nach dem Abklingen der Corona-Pandemie wieder mehr persönliche Kontakte haben.

www.pressetext.com


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