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Dem hessischen Kultusministerium liegen nach der Sicherheitslücke bei der Lern-App «Anton» keine Fälle von Datenmissbrauch an Schulen im Land vor.

Der zuständige Datenschutzbeauftragte des Landes Bayern habe sich der Problematik angenommen und würde bei Bedarf auch betroffene Schulen in Hessen informieren, teilte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden mit.

Nach Darstellung des bayerischen Datenschutzbeauftragten sei die Sicherheitslücke geeignet gewesen, die Vor- und Nachnamen, die Schule und Klassenstufe sowie Daten zum Lernstand und die Log-in-Zeiten der Nutzer offen zu legen. Die Schwachstelle wurde mittlerweile von der zuständigen Firma behoben. Datenjournalisten des Bayerischen Rundfunks hatten die Sicherheitslücke entdeckt.

«Anton» ist eine werbefreie Lern-App für die Fächer Deutsch, Mathematik, Musik, Sachkunde und Deutsch als Zweitsprache für die Klassen 1 bis 10. Über die «Anton»-Plattform können Lehrkräfte für ihre Schulklassen Aufgaben zuweisen und den Lernfortschritt verfolgen. Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mitfinanziert.

Der Landesregierung sei bekannt, dass die Lern-Applikation «Anton» auch an hessischen Schulen verwendet wird, teilte Kultusminister Lorz mit. Die Auswahl und Nutzung pädagogischer Lernsoftware obliege aber den einzelnen Schulen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen und ihrer pädagogischen Gestaltungsfreiheit. Die Schulen erhielten allerdings Unterstützung bei der Auswahl geeigneter digitaler Bildungsmedien und Werkzeuge durch die Fachberatung der staatlichen Schulämter.

dpa


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