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E-Rezept

Für drei Viertel (75,2 Prozent) der Versicherungsnehmer*innen in Deutschland steht die Einführung des E-Rezepts ganz im Zeichen des digitalen Fortschritts. Etwas mehr als die Hälfte (53,8 Prozent) befürchtet gleichzeitig, zum gläsernen Patienten zu werden.

Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Datapuls 2021“ des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork 1.005 Menschen über 18 Jahre zur Digitalisierung des Gesundheitswesens befragt hat. “Das E-Rezept wird wie alle anderen Digitalisierungsprojekte des Gesundheitswesens begleitet von Bedenken beim Thema Datenschutz. Aber: Die Mehrheit der Deutschen erkennt einen Mehrwert und begrüßt die Einführung”, konstatiert Felix Schönfelder, Geschäftsführer der Socialwave GmbH.

Mehr Effizienz und weniger Papierkram

Weniger Zeitaufwand und Bürokratie für Patient*innen, Ärzt*innen, Apotheker*innen und Krankenkassen bei gleichbleibender Leistung - mit diesem Versprechen wirbt Gesundheitsminister Jens Spahn für die digitale Verordnung. Damit trifft er offenbar einen Nerv. Denn: 70,1 Prozent der Deutschen verbinden mit dem E-Rezept eine effizientere medizinische Versorgung und hoffen auf reibungslosere Abläufe zwischen allen Beteiligten. “Der ganze Prozess ist einfach nicht mehr zeitgemäß und erinnert ein bisschen an das Botenwesen im Mittelalter, während fast alle Lebensbereiche in Echtzeit über das Smartphone organisiert werden können”, sagt Schönfelder. Für acht von zehn (80,4 Prozent) Patient*innen steht das E-Rezept deshalb vor allem auch für weniger “Papierkram”.

Bessere Behandlung von chronischen Krankheiten

62,8 Prozent der Versicherungsnehmer*innen gehen davon aus, dass sich mit dem E-Rezept die Behandlung chronischer Krankheiten verbessert. Dies soll durch weitere digitale Anwendungen wie eine Medikationserinnerung oder einen digitalen Medikationsplan mit integriertem Wechselwirkungscheck möglich werden. So können Patient*innen oder Apotheker*innen per App überprüfen, ob alle Arzneimittel untereinander verträglich sind.

Deutschen ist freie Apothekenwahl wichtig

Wichtig ist der Mehrheit (81,7 Prozent) der Deutschen bei der Anwendung vor allem, dass sie nach wie vor ihre Apotheke frei wählen dürfen. Das soll auch so bleiben: Patient*innen können ihrer Apotheke über die App das Rezept zuweisen und anfragen, ob das Arzneimittel verfügbar ist. Andernfalls bestellt diese es - und informiert durch eine Nachricht aufs Handy, wenn die Medikamente eingetroffen sind.

Demografie
Insgesamt haben 1.005 Bürger im Alter von 19 bis 85 Jahre an der Befragung teilgenommen. 49,6 Prozent (498) der Probanden sind weiblich, 50,4 Prozent (507) männlich. Die Befragten sind im Durchschnitt 50,6 Jahre alt (SD=16.45), das Alter ist normalverteilt. Dabei sind 15,3 Prozent 18 bis 30 Jahre, 15,8 Prozent 31 bis 40 Jahre, 16,7 Prozent 41 bis 50 Jahre, 20,7 Prozent 51 bis 60 Jahre, 16,1 Prozent 61 bis 70 Jahre und 15,3 Prozent älter als 70 Jahre alt. 27,5 Prozent (276) leben in einem 1 Personen-Haushalt (PHH), 46,2 Prozent (464) in einem 2-PHH, 14,4 Prozent (145) in einem 3-PHH, neun Prozent (90) in einem 4-PHH, 2,4 Prozent (24) in einem 5-PHH, 0,5 Prozent (5) in einem 6-PHH und 0,1 Prozent (1) in einem 8-PHH. 50,4 Prozent (507) sind verheiratet, 49,6 Prozent (498) ledig. Mit Blick auf den höchsten Bildungsabschluss verfügen vier Prozent (40) über einen Hauptschulabschluss, 14,3 Prozent (144) über die mittlere Reife, 9,2 Prozent über die Hochschulreife, 3,8 Prozent (38) über die Fachhochschulreife, 35,1 Prozent (353) über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 6,3 Prozent (63) über einen Fachhochschulabschluss und 25,3 Prozent (254) über einen Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Diplom, Magister). Zwei Prozent (20) haben promoviert und ausschließlich ein Teilnehmer hat keinen Abschluss. 6,3 Prozent (63) sind beruflich selbstständig, 39,3 Prozent (395) sind in Vollzeit und 14,2 Prozent (143) in Teilzeit angestellt, 1,8 Prozent (18) sind temporär (Elternzeit oder temporärer Beurlaubung) und 38,4 Prozent (386) langfristig nicht oder nicht mehr erwerbstätig. Das Netto-Haushaltseinkommen der Studienteilnehmer verteilt sich wie folgt: 11,2 Prozent (113) verdienen weniger als 1.000 Euro, 25,8 Prozent (259) zwischen 1.000 und 2.000 Euro, 25,6 Prozent (257) zwischen 2.000 und 3.000 Euro, 19,8 Prozent (199) zwischen 3.000 und 4.000 Euro, 9,9 Prozent (99) zwischen 4.000 und 5.000 Euro und 7,8 Prozent mehr als 5.000 Euro. Die Prozentangaben sind gerundet auf eine Nachkommastelle.

www.social-wave.de


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