Anzeige

Bild: Ascannio / Shutterstock.com

Russland verpflichtet Google, Facebook und andere ausländische Internetriesen zur Eröffnung von Niederlassungen im Land. Präsident Wladimir Putin unterschrieb am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz.

Eine Filiale in Russland nachweisen können muss ab Anfang kommenden Jahres jeder IT-Konzern, der täglich mindestens eine halbe Million Menschen in Russland erreicht und in irgendeiner Weise auf ein russisches Publikum abzielt. Dazu zählen etwa Informationen und Werbung in russischer Sprache. Die Filialen sollen für Gesetzesverstöße der Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden und mit russischen Behörden zusammenarbeiten. Betroffen von den neuen Vorgaben könnten laut Gesetzestext auch Twitter, Youtube und Instagram sein. Bei Verstößen drohen Strafen bis hin zur kompletten Sperrung des jeweiligen Dienstes in Russland.

Das Gesetz hatte bereits Kritik auf sich gezogen, als es noch in der Planung war. Stanislaw Koslowski, Direktor des russischen Wikipedia, etwa äußerte die Befürchtung, dass sein Unternehmen nun theoretisch zum «ausländischen Agenten» erklärt werden könnte. Laut Gesetz müssen sich in Russland Medien und Organisationen als «ausländische Agenten» registrieren, wenn sie sich mit Geld aus dem Ausland finanzieren.

In den vergangenen Monaten hatte Russland immer wieder Geldstrafen unter anderem gegen den Kurznachrichtendienst Twitter verhängt, weil er angeblich Aufrufe zu oppositionellen Protesten nicht konsequent gelöscht haben soll. Zudem wurde als Strafmaßnahme die Geschwindigkeit von Twitter vorübergehend gedrosselt.

dpa


Weitere Artikel

Cybercrime

Cyberattacke auf IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin

Update Mo, 18.10.2021, 16:42 UhrWieder mehr Dienstleistungen der Greifswalder Verwaltung verfügbar.
Android

Heimliches Datensammeln auf Android belegt

Googles mobiles Betriebssystem Android sammelt eifrig Daten seiner Besitzer und teilt diese sogar mit anderen Unternehmen wie Microsoft, LinkedIn und Facebook - insbesondere bei den europäischen Geräten von Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme ist dies der…
Cybersecurity

Zscaler tritt der CrowdStrike CrowdXDR Alliance bei

Zscaler erweitert die Integrationen mit CrowdStrike. Durch eine der Integrationen kann Zscaler ZIA™ die Bewertung der Geräte durch CrowdStrike Falcon ZTA (Zero Trust Assessment) für die Konfiguration von Zugriffsrichtlinien nutzen.
Authentifizierung

Kundenauthentifizierung braucht innovative Lösungen

Im Rahmen der IT-Security-Messe it-sa 2021 wurde die neue Studie „CIAM 2022“ im Auftrag vom Identitätsanbieter Auth0 in Zusammenarbeit mit IDG Research Services vorgestellt. Auth0 fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Cyberattack

Firmen sehen steigende Gefahr durch Cyberattacken

Die Sorge deutscher Firmen vor Cyberangriffen und Datenklau wächst. Jedes dritte Unternehmen geht davon aus, dass das Risiko in der Corona-Pandemie zugenommen hat, in der die Arbeitswelt digitaler geworden ist, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie…
Schloss

Unternehmen nehmen Cyber-Risiko zu lax

Die Mehrheit der Unternehmen hat die Cyber-Risiken durch Drittanbieter nicht im Griff - Risiken, die durch die Komplexität ihrer Geschäftsbeziehungen und Lieferantennetzwerke verschleiert werden.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.