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Huawei

Bild: OleksSH / Shutterstock.com

Huawei hat am Mittwoch sein neues Harmony-Betriebssystem für Smartphones, Tablet Computer und Smartwatches auf den Markt gebracht.

Der chinesische Technologiekonzern unternimmt damit den ambitionierten Versuch, neben iOS von Apple und Android von Google eine dritte Mobilplattform zu etablieren. Zuletzt war der Softwaregigant Microsoft an dem Versuch gescheitert, mit Windows der dritte maßgebliche Player auf dem Spielfeld zu werden.

Obwohl HarmonyOS vor allem für Smartphones entwickelt wurde, soll das neue Betriebssystem in Deutschland zunächst noch nicht auf Mobiltelefonen erscheinen. Es wird zunächst in den neuen Computeruhren Huawei Watch 3 und Huawei Watch 3 Pro sowie den neuen Premium-Tablets MatePad 11 und MatePad Pro 12.6 zum Einsatz kommen, die am Mittwoch zusammen mit der neuen Software vorgestellt wurden.

Mit HarmonyOS versucht Huawei den Schaden einzudämmen, den die Sanktionen der USA insbesondere beim Smartphone-Geschäft des Konzerns angerichtet haben. Nach den vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump initiierten Handelsbeschränkungen darf Huawei beim Mobilsystem Android nicht mehr die Google Play Services verwenden. Damit sind der Google Play Store für Millionen von Android-Apps sowie viele populäre Apps wie GMail und Google Maps nur über einen Webbrowser erreichbar. Andere populäre Apps fehlen komplett. Die Sanktionen wurden bislang auch nicht von Trumps Nachfolger Joe Biden aufgehoben.

Mit den neuen Smartwatches Huawei Watch 3 und 3 Pro unternehmen die Chinesen nun auch einen erneuten Versuch, die bislang dominante Position der Apple Watch in Frage zu stellen. Die Huawei-Modelle kommunizieren nicht nur mit hauseigenen Smartphones, sondern auch mit dem iPhone von Apple sowie den meisten Android-Geräten. Ähnlich wie die Apple Watch können sie nicht nur sportliche Aktivitäten tracken, sondern auch Gesundheitsdaten wie die Pulsfrequenz und die Blut-Sauerstoffwerte aufzeichnen. Bei den Smartwatches trifft Huawei allerdings auch auf starke Konkurrenz aus dem Android-Lager. Zuletzt hatten Samsung und die Google-Marke Fitbit eine umfassende Initiative angekündigt, um das Google-Betriebssystem Wear voranzubringen.

dpa


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