Anzeige

Xiaomi

Quelle: Robson90 - Shutterstock.com

Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi hat einen Etappensieg in seinem Kampf gegen noch von der Trump-Regierung verhängte US-Sanktionen gewonnen. Ein Richter in Washington setzte die Strafmaßnahmen aus, wie aus am Wochenende veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervorgeht.

Dazu gehört das Verbot für amerikanische Investoren, Xiaomi-Aktien zu kaufen, das kommende Woche greifen sollte. Zum Januar 2022 sollten sie sich demnach auch von bereits gehaltenen Anteilen trennen.

Der Richter gab jedoch einem Antrag von Xiaomi auf eine einstweilige Verfügung gegen die Sanktionen statt. Das US-Verteidigungsministerium habe sie nicht angemessen begründet und seine Vollmachten überschritten, schrieb er zur Begründung. In einer peinlichen Panne sei auch die Rechtsvorschrift, auf der das Vorgehen fußt, falsch zitiert worden. «Diese Fehler schaffen kein Vertrauen in die Gründlichkeit der Entscheidungsfindung» der Behörde, urteilte er.

Das Verteidigungsministerium hatte Xiaomi noch kurz vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump unter dem Vorwurf von Verbindungen zum chinesischen Militär auf eine schwarze Liste gesetzt. Xiaomi weist die Anschuldigungen zurück.

Die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden kann die Sanktionen rückgängig machen. Sie setzte bereits das von Trump eingeleitete Vorgehen gegen chinesische Dienste wie den Chatdienst WeChat und die Video-App Tiktok für eine weitere Überprüfung aus.

Trump hatte über die Jahre China als größte internationale Gefahr für die USA dargestellt und im Wahlkampf unter anderem ohne jegliche Belege behauptet, Biden sei von Peking gekauft.

Trumps Regierung verschärfte einen Handelskonflikt mit China und ging auch gegen diverse chinesische Unternehmen vor. Am härtesten traf es dabei Huawei. Der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter verlor den Zugang zu amerikanischer Technologie - wegen des Vorwurfs, die chinesische Regierung könne ihn zur weitreichenden Kooperation zwingen. Huawei weist dies zurück. Xiaomi profitierte im Smartphone-Geschäft von Huaweis Problemen.

Xiaomi war mit dem Verkauf günstiger, aber technisch hochgerüsteter Smartphones im Internet groß geworden. Inzwischen hat die Firma alle möglichen Geräte vom Fernseher bis hin zum Reiskocher im Angebot.

dpa


Artikel zu diesem Thema

Xiaomi
Feb 04, 2021

Xiaomi und O2 weiten Vertriebspartnerschaft aus

O2 hatte als erster deutscher Netzbetreiber im vierten Quartal 2019 Geräte von Xiaomi in…

Weitere Artikel

Cybercrime

Cyberattacke auf IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin

Update Di, 19.10.2021, 07:59 Uhr Nach dem Cyberangriff bleiben die Bürgerbüros im Landkreis Ludwigslust-Parchim auch am Dienstag geschlossen.
Facebook

«Metaverse»: Facebook will Tausende Jobs in Europa schaffen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will «eine virtuelle Umgebung schaffen, in der man mit Menschen in digitalen Räumen zusammen sein kann». Dieses «Metaverse» soll nicht mehr nur als abstrakte Utopie existieren, sondern mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa…
Dokumentenmanagement

Nuxeo-Plattform von Hyland bei DIN im Einsatz

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) implementiert die Nuxeo-Plattform, um die Zusammenarbeit seiner Mitarbeitenden in Deutschland bei der Bearbeitung von mehr als 5,2 Terabyte an normenbasierten Dokumenten zu verbessern. Nuxeo ist die Low-Code- und…
Android

Heimliches Datensammeln auf Android belegt

Googles mobiles Betriebssystem Android sammelt eifrig Daten seiner Besitzer und teilt diese sogar mit anderen Unternehmen wie Microsoft, LinkedIn und Facebook - insbesondere bei den europäischen Geräten von Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme ist dies der…
Cybersecurity

Zscaler tritt der CrowdStrike CrowdXDR Alliance bei

Zscaler erweitert die Integrationen mit CrowdStrike. Durch eine der Integrationen kann Zscaler ZIA™ die Bewertung der Geräte durch CrowdStrike Falcon ZTA (Zero Trust Assessment) für die Konfiguration von Zugriffsrichtlinien nutzen.
Authentifizierung

Kundenauthentifizierung braucht innovative Lösungen

Im Rahmen der IT-Security-Messe it-sa 2021 wurde die neue Studie „CIAM 2022“ im Auftrag vom Identitätsanbieter Auth0 in Zusammenarbeit mit IDG Research Services vorgestellt. Auth0 fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.