Anzeige

CD Projekt

Quelle: MOZCO Mateusz Szymanski / Shutterstock.com

Der polnische Spieleentwickler CD Projekt sieht sich zurzeit mit einer Ransomwareattacke konfrontiert. Cyberkriminelle erpressen derzeit das Unternehmen und drohen damit, den Quellcode ihrer Spielebestseller „Cyberpunk 2077“ und „The Witcher 3“, sowie vertrauliche Unterlagen aus der Finanz- und Personalabteilung zu veröffentlichen.

Das polnische Unternehmen lehnt derzeit jegliche Forderungen der Erpresser ab und nimmt die Veröffentlichung der entwendeten Daten dadurch in Kauf.

Digitale Wertschöpfung benötigt besonders lückenlose IT-Sicherheit

Unternehmen der fertigenden Industrie haben den Vorteil, dass ihre Produktion und die hergestellten Waren durch Schloss und Riegel vor Diebstahl geschützt werden können. Diesen Luxus haben Softwarehersteller leider nicht.

„Wenn Cyberkriminelle eine mittelständische Produktion angreifen, kann man Teile des Betriebs im besten Fall noch offline aufrechterhalten. Sollte aber ein Betrieb, dessen Produkte rein digital sind, von Malware befallen werden, dann ist das ein wirklich schwerwiegender Fall“, sagt Tim Berghoff, Security Evangelist bei G DATA CyberDefense.

„Hat ein Unternehmen keine Back-ups angelegt, oder diese wurden auch verschlüsselt, kann ein Ausfall sogar existenzbedrohend werden. Wenn Betriebe mit dem Rücken zur Wand stehen und eine Wiederherstellung mit anderen Mitteln zu lange dauern würde, bleibt oft nur die Zahlung des Lösegeldes, und die Hoffnung, dass die Täter die Daten auch tatsächlich wieder freigeben.“

Dass digitale Großkonzerne nicht gegen Cyberangriffe gefeit sind, zeigt sich in den vergangenen Jahren immer öfter. Bestes Beispiel ist der SolarWinds Hack aus dem vergangenen Jahr. Die kompromittierte Software wurde in diesem Fall an rund 18.000 Kunden ausgespielt, darunter auch staatliche Behörden und DAX-Konzerne.

Doch gerade Unternehmen, deren Wertschöpfung beinahe vollständig aus digitalen Gütern besteht, sollten der IT-Sicherheit eine vorrangige Rolle einräumen.

Back-ups helfen den Betrieb aufrechtzuerhalten, können aber den Datenklau nicht verhindern

Im Falle von CD Projekt konnte man die verlorenen Daten durch Back-ups wiederherstellen. „Auch wenn das Tagesgeschäft zunächst einmal durch Back-ups gerettet werden konnte, lässt sich die Veröffentlichung vertraulicher Firmendaten sowie des Quellcodes der verkaufsstärksten Spieletitel dadurch nicht verhindern“ schließt Tim Berghoff.

www.gdata.de
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

Appstore

Apple: Auch britische Behörde prüft Wettbewerb in App Store

Nach Verfahren unter anderem in der EU hat auch die britische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung zum App Store von Apple eingeleitet.
VW

Volkswagen führt digitale Finanzierungslösung ein

Volkswagen Finanzdienstleistungen Großbritannien (VWFS), Teil der Volkswagen AG, hat sich mit Scrive und Onfido zusammengetan, um eine digitale Finanzierungslösung für britische Händler einzuführen.
Netflix

Netflix: "Fast Laughs" bringt kurze Comedy-Clips

Netflix startet bald mit "Fast Laughs" ein TikTok-ähliches Feature, mit dem Smartphone-User durch eine Auswahl von kurzen Comedy-Clips scrollen können.
Kundenbewertung

Käufer bewerten Produkte und Services im Internet überwiegend positiv

Wer hätte das gedacht: Käufer bewerten Produkte und Dienstleistungen im Internet überwiegend positiv. In einer repräsentativen Studie der Hochschule Fresenius in Kooperation mit Trusted Shops gaben rund 92 Prozent der Teilnehmer an, zuletzt eine positive…
App Stores

Gesetz in Arizona soll alternative Bezahlwege in App Stores erlauben

In der Debatte um die Kontrolle von Apple und Google über das App-Geschäft auf Smartphones erhöht ein Gesetz in Arizona den Druck auf die Tech-Konzerne. Örtliche Abgeordnete beschlossen am Mittwoch, dass Unternehmen aus dem Bundesstaat nicht die Nutzung eines…
Google

Google will bei Werbung auf Tracking von Nutzern verzichten

Google will in Zukunft darauf verzichten, für die Personalisierung von Werbung Nutzern quer durchs Netz zu folgen.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!