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Smartphone

Apple hat im vergangenen Weihnachtsgeschäft nach Berechnungen von Marktforschern so viele Smartphones verkauft wie noch kein anderer Hersteller in einem Quartal. Mit 90,1 Millionen abgesetzten iPhones sei Apple die klare Nummer eins im Markt gewesen, berichtete die Analysefirma IDC.

Mit einem Marktanteil von 23,4 Prozent war demnach fast jedes Vierte verkaufte Computer-Handy ein iPhone.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Apple im Weihnachtsquartal den langjährigen Marktführer Samsung überholt, der den Rest der Zeit meist an der Spitze liegt. Diesmal war der Abstand aber deutlich größer als sonst: Samsung kam nach IDC-Berechnungen auf 73,9 Millionen verkaufte Smartphones. Das war immer noch ein Marktanteil von gut 19 Prozent.

Huawei musste nach den verheerenden US-Sanktionen unterdessen kräftig Federn lassen. Der chinesische Anbieter, der sich noch vor wenigen Jahren auf dem Weg an die Weltspitze sah, rutschte auf den fünften Rang ab. Huawei verkaufte den IDC-Zahlen zufolge noch 32,3 Millionen Smartphones - ein Einbruch von gut 42 Prozent im Jahresvergleich.

Huawei hatte durch Sanktionen der US-Regierung den Zugang zu amerikanischen Technologien verloren. Deshalb müssen die neuen Smartphone-Modelle ohne vorinstallierte Google-Dienste verkauft werden. In westlichen Märkten wollen die Nutzer sie aber auf ihren Android-Geräten haben. Im Heimatmarkt China hält Huawei dagegen weiterhin eine starke Position.

Global konnte unterdessen der ebenfalls chinesische Anbieter Xiaomi spürbar von der Misere des Konkurrenten profitieren. Xiaomi steigerte die Verkäufe um fast ein Drittel auf 43,3 Millionen Smartphones und war damit die Nummer drei im Markt.

Insgesamt stieg der Smartphone-Absatz im vergangenen Quartal um 4,3 Prozent auf knapp 386 Millionen Geräte. Es war ein versöhnlicher Jahresausklang, nachdem einige Marktforscher zu Beginn der Pandemie noch einen Einbruch der Verkäufe befürchtet hatten. Die Leute würden weniger Geld zur Verfügung haben und zugleich weniger Interesse an einem neuen Telefon haben, weil sie mehr Zeit zuhause verbrächten, argumentierten sie damals. Vor der Erholung zum Weihnachtsgeschäft standen die Verkäufe zeitweise tatsächlich unter Druck: Für das gesamte Jahr ermittelte IDC einen Rückgang von 5,9 Prozent auf 1,29 Milliarden Smartphones.

dpa


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