Anzeige

Smartphone

Smartphones dienen Menschen in Cafés häufig dazu, einer Konversation zu entkommen oder davon zu pausieren. Die Geräte können so zwar die soziale Distanz zwischen Personen erhöhen. Jedoch bieten sie bei Treffen mit Freunden auch die Möglichkeit, miteinander zu interagieren.

Viele Menschen zücken in Cafés Smartphones, um anderen darauf Inhalte zu zeigen. Das ergibt eine Studie der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens.

"Plakatives Wegschauen"

"Der überhöhte Smartphone-Konsum ist oft eine Vermeidungshaltung. Das ist im zwischenmenschlichen Bereich besonders schwächend, wenn es als plakatives Wegschauen voneinander erlebt wird. Menschen wollen damit oft Problemen ausweichen, jedoch lösen sie diese damit nicht. Andere Studien haben außerdem ergeben, dass vor allem das Selbstwertgefühl von Kindern leidet, wenn das Handy von Eltern mehr Aufmerksamkeit erhält als sie. Es lohnt sich immer, das Smartphone öfter wegzulegen, um unsere soziale Entwicklung nicht zu gefährden", sagt Autorin und Digital-Detox-Expertin Monika Schmiderer im pressetext-Gespräch.

Die Forscher haben in Trondheim 52 Besucher von Cafés zu ihrer Smartphone-Nutzung befragt. Sie haben auch 108 Treffen in Kaffeehäusern beobachtet. Dabei haben sie drei Gründe für die Verwendung von Handys in diesem Kontext definiert. Menschen schauen oft auf das Smartphone, um ein Gespräch zu unterbrechen, um etwa zu telefonieren oder E-Mails anzuschauen. Das kann für das Gegenüber störend sein, aber auch als kurze Verschnaufpause gesehen werden.

Nicht nur unsoziale Art

Ein weiterer Grund für die Smartphone-Nutzung im Café ist das Vermeiden einer Konversation. Menschen ziehen ihr Handy oft hervor, wenn sie ein bestimmtes Thema umschiffen oder sich aus dem Gespräch komplett entfernen wollen. Das Smartphone ist aber nicht nur unsozial. Es kann auch dazu dienen, Freunden die Inhalte darauf zu zeigen und so gemeinsam damit zu interagieren.

Gesprächspartner können auch gewisse Übereinkünfte zur Verwendung von Smartphones haben. Beispielsweise machen in einigen Fällen beide Personen zu Anfang ein Foto von ihrem Kaffee oder ihrem Essen, teilen es auf Social Media und legen das Gerät dann weg. So kann das Smartphone auch in sozialen Situationen eine Rolle spielen, ohne dabei vom realen Gespräch abzulenken.

www.pressetext.com


Artikel zu diesem Thema

KI Chips
Jan 12, 2021

KI auf Smartphones mit neuen Hybridchips

Forscher der Stanford University um Elektrotechniker H.-S. Philip Wong haben ein neues…
Digital-Detox
Jan 09, 2021

„Digital Detox“ fällt während Corona besonders schwer

Das Smartphone aus, das Tablet in die Schublade, der Laptop zu: Ein Verzicht auf digitale…

Weitere Artikel

Cybercrime

Cyberattacke auf IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin

Update Mo, 18.10.2021, 16:42 UhrWieder mehr Dienstleistungen der Greifswalder Verwaltung verfügbar.
Android

Heimliches Datensammeln auf Android belegt

Googles mobiles Betriebssystem Android sammelt eifrig Daten seiner Besitzer und teilt diese sogar mit anderen Unternehmen wie Microsoft, LinkedIn und Facebook - insbesondere bei den europäischen Geräten von Samsung, Xiaomi, Huawei und Realme ist dies der…
Cybersecurity

Zscaler tritt der CrowdStrike CrowdXDR Alliance bei

Zscaler erweitert die Integrationen mit CrowdStrike. Durch eine der Integrationen kann Zscaler ZIA™ die Bewertung der Geräte durch CrowdStrike Falcon ZTA (Zero Trust Assessment) für die Konfiguration von Zugriffsrichtlinien nutzen.
Authentifizierung

Kundenauthentifizierung braucht innovative Lösungen

Im Rahmen der IT-Security-Messe it-sa 2021 wurde die neue Studie „CIAM 2022“ im Auftrag vom Identitätsanbieter Auth0 in Zusammenarbeit mit IDG Research Services vorgestellt. Auth0 fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Cyberattack

Firmen sehen steigende Gefahr durch Cyberattacken

Die Sorge deutscher Firmen vor Cyberangriffen und Datenklau wächst. Jedes dritte Unternehmen geht davon aus, dass das Risiko in der Corona-Pandemie zugenommen hat, in der die Arbeitswelt digitaler geworden ist, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie…
Schloss

Unternehmen nehmen Cyber-Risiko zu lax

Die Mehrheit der Unternehmen hat die Cyber-Risiken durch Drittanbieter nicht im Griff - Risiken, die durch die Komplexität ihrer Geschäftsbeziehungen und Lieferantennetzwerke verschleiert werden.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.