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Kinder - Technik

Ein Portal der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK) soll Eltern künftig den sicheren Umgang mit Apps und Spielkonsolen ihrer Kinder erleichtern. Das Besondere daran: Eltern können auf der Webseite selbst auswählen, welches Gerät oder welche App sie für ihr Kind jugendgerecht einstellen möchten.

Schritt für Schritt werden sie durch die möglichen Einstellungen geleitet. Entwickelt wurde das Portal medien-kindersicher.de zusammen mit den Landesmedienanstalten von Bremen (brema) und Mecklenburg-Vorpommern (MMV).

«Kinder nutzen oftmals sehr schnell und ganz unbedarft Dienste und Apps, bevor Eltern merken, dass sie ihre Kinder vor möglichen Gefahren schützen sollten», sagt Benjamin Thull, Experte für Jugendmedienschutz der LfK. Die Plattform wurde aus Gesprächen mit Eltern und deren Problemen im Umgang mit Medien entwickelt. Sie soll den Umgang mit der Vielzahl an Geräten und Einstellmöglichkeiten demnach so einfach wie möglich halten. Weil viele auch vom Umfang an Einstellungen ihrer Apps oder Konsolen überfordert seien, gebe es die Möglichkeit, die Geräte im eigenen Haushalt auf der Webseite zu vermerken und zu einem späteren Zeitpunkt weiter einzustellen.

Experte Thull ist überzeugt, dass sich diese Mühe lohnt. Die potenziellen Gefahren im Netz seien zahlreich - und mit den Smartphones jederzeit nur einen Fingerwisch entfernt. Der Jugendmedienschutz-Experte unterscheidet dabei zwischen zwei Arten von Gefahren für Kinder und Jugendliche im Netz. Inhaltsrisiken wie Pornografie oder rassistische Bilder und Sprache. Aber auch sogenannte Kommunikationsrisiken sieht er als reale Gefahr im Netz. Dazu zähle etwa Grooming. Der Begriff beschreibt Erwachsene, die über das Internet an Kinder und Jugendliche herantreten, sich deren Vertrauen erschleichen und dabei sexuelle Motive verfolgen.

Neben der Vielzahl an Gefahren und der ständigen Verfügbarkeit ist aber vor allem die Schnelligkeit, mit der sich Apps und Inhalte ändern, eine Herausforderung für den Jugendmedienschutz. Durch Soziale Netzwerke und die mobile Mediennutzung habe sich der Anspruch an eine sichere Mediennutzung durch Kinder dramatisch verändert. Auch hier soll das Portal Hilfestellung leisten. Eines kann das Portal den Eltern aber noch nicht ganz abnehmen. «Wenn jemand ein Gerät bedienen und einstellen kann, ist das nicht gleichbedeutend mit der Fähigkeit, seinem Kind auch einen kritischen und reflektierten Umgang mit Medien zu vermitteln», so Thull.

dpa


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