Anzeige

Bild: MarcoWarm/shutterstock.com

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante zum Herunterladen bereit. Am Mittwochnachmittag ist die aktuelle Version 1.7 im Google Play Store und dem App Store von Apple erschienen. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. 

Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

Die im Juni gestartete Warn-App des Robert Koch-Instituts (RKI) kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben.

Die Anwendung, die von den beiden deutschen Tech-Konzernen SAP und Deutsche Telekom im Auftrag des RKI entwickelt wurde und betrieben wird, ist inzwischen mehr als 22 Millionen Mal auf geeigneten Smartphones heruntergeladen worden. Die Zahl der aktiven Nutzer liegt etwas unter diesem Wert, da manche Anwender die App wieder deinstalliert oder den Bluetooth-Funk dauerhaft deaktiviert haben. In Deutschland werden insgesamt schätzungsweise 53 Millionen Smartphones aktiv genutzt, auf denen die App laufen könnte.

Mit der aktuellen Version 1.7 können nun Nutzer schneller über mögliche Risikobegegnungen informiert werden. Die mehrmals tägliche Überprüfung erfolgt nach Angaben des RKI automatisch. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Smartphone mit dem WLAN verbunden ist. Die standardmäßige, tägliche Risikoüberprüfung wird weiterhin unabhängig vom WLAN einmal am Tag durchgeführt, bei Bedarf also über das Mobilfunknetz.

Des Weiteren erhalten Nutzer zwei Stunden nachdem sie das positive Testergebnis in der App geöffnet haben eine Erinnerung, das Ergebnis zu teilen, sofern das noch nicht geschehen ist. Nach weiteren vier Stunden erfolgt eine zweite Erinnerung, wenn die Nutzer das Testergebnis dann noch nicht geteilt haben. Mit einem Klick auf die Erinnerung gelangen die Anwender direkt zur Funktion zum Teilen ihres Ergebnisses. Die Macher der App reagieren damit auf die Tatsache, dass längst nicht alle App-Anwender, die positiv getestet wurden, das Ergebnis auch in die Anwendung eingetragen und damit die digitale Warnkette ausgelöst haben.

Die am Mittwoch veröffentlichte Version ist das erste von insgesamt vier geplanten Updates der Corona-Warn-App bis zum Jahresende 2020. In den weiteren Aktualisierungen soll ein Kontakt-Tagebuch eingeführt werden, im dem die Anwender selbst eintragen können, mit wem sie sich wann getroffen haben. Außerdem sollen Informationen rund um die Entwicklung der Pandemie in die App integriert werden.

dpa


Weitere Artikel

Digitalisierung Deutschland

"Digitalen Aufbruch" schnell in die Praxis umsetzen

Die Parteispitzen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP haben den Entwurf eines Koalitionsvertrags für eine neue Bundesregierung vorgestellt. Der Breitbandverband ANGA begrüßt die Zusage der künftigen Koalitionäre, die Digitalisierung und den Ausbau der…
Google News

Google News Showcase als Medienplattform eingestuft

Die deutschen Medienregulierer stufen den Nachrichtenbereich Google News Showcase als Medienplattform und Benutzeroberfläche ein und verpflichten den Internetkonzern damit zur Einhaltung von gesetzlichen Transparenzbestimmungen.
Bundeskartellamt

Nextcloud: Beschwerde gegen Microsoft beim Bundeskartellamt

Das deutsche Softwareunternehmen Nextcloud hat beim Bundeskartellamt beantragt zu überprüfen, ob Microsoft eine marktbeherrschende Stellung hat. Das teilte der Unternehmensgründer Frank Karlitschek am Feitag mit und bestätigte damit einen Bericht des…
Security

Neuer Leader im Bereich Cyber Security & Privacy bei PwC Deutschland

Der Fachbereich Cyber Security & Privacy der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Deutschland hat einen neuen Leiter.
Home Office

Manager befürchten Bummelei im Homeoffice

Führungskräfte aus Unternehmen in Deutschland stehen der Arbeit ihrer Beschäftigten im Homeoffice im internationalen Vergleich skeptisch gegenüber. Das geht aus einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag von Linkedin unter 2000 Führungskräften aus elf…
digitales haus

Knapp zwei Drittel der Haushalte in Deutschland bereits gigabitfähig

62 Prozent der Haushalte in Deutschland haben laut Breitbandatlas aktuell Zugang zu Gigabit-Netzen. Davon entfällt mit mindestens 25 Millionen Haushalten die deutliche Mehrheit auf Hybrid-Fiber-Coax-Netze (HFC), gut fünf Millionen sind über reine…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.