Anzeige

Zoom

Bild: ymphotos / Shutterstock.com

Nutzer des Videokonferenz-Tools Zoom sollten auf ihre Körperbewegungen achten. Denn Forscher der University of Texas at San Antonio (UTSA) haben gezeigt, dass sich allein über die Bewegungen der Schulter die eingegebenen Wörter auf der Tastatur herausfinden lassen.

In einer kontrollierten Testumgebung haben die Experten eine Trefferquote von 75 Prozent erzielt.

Schulter, Arme und Finger

"Unserem Team ist es gelungen, die Textinhalte, die Teilnehmer von Zoom-Videokonferenzen eingeben, rein auf Basis der Beobachtung ihrer Körperbewegungen zu identifizieren", zitiert "TechXplore" UTSA-Computerwissenschaftler Murtuza Jadiwala. Dazu reiche es, sich lediglich die Bewegungen der Schulter und der Arme der betreffenden Personen genauer anzusehen. "Daraus können wir dann auf die genauen Bewegungen ihrer Finger schließen, was uns verrät, welche Tasten sie auf der Tastatur drücken", erklärt der Forscher.

Möglich ist das Ganze vor allem deshalb, weil mittlerweile die meisten User während solcher Konferenzen hochauflösende Webkameras verwenden, verrät Jadiwala. Das erlaubt es ihm, schon die kleinsten Veränderungen rund um die Schulter eines Teilnehmers zu erfassen und zu analysieren. "Wir haben eine spezielle Software entwickelt, die dann aus den beobachteten Tastenanschlägen die Wörter berechnet, die eingegeben wurden", verdeutlicht der Experte.

Trefferquote sinkt bei langen Haaren

Was auf den ersten Blick ziemlich weit hergeholt wirkt, scheint in der Praxis durchaus gut zu funktionieren. Bei ersten Tests in einer kontrollierten Laborumgebung mit speziellen Stühlen, Tastaturen und Webkameras konnten Jadiwala und sein Team mithilfe ihres Ansatzes in 75 Prozent der Fälle die eingetippten Textinhalte korrekt reproduzieren. In einem unkontrollierten Setting sinkt die Trefferquote allerdings deutlich und es kann im Schnitt nur mehr jedes fünfte Wort richtig erkannt werden.

Hinzu kommt, dass auch andere Faktoren ein Ausspionieren der eingetippten Texte bei Zoom-Konferenzen beträchtlich erschweren können, wie der UTSA-Wissenschaftler eingesteht: "Es macht beispielsweise einen großen Unterschied, ob man ein langes oder kurzes Oberteil anhat. Auch lange Haare können das Ergebnis negativ beeinflussen, weil sie unter Umständen eine klare Sicht auf die Schultern verhindern."

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Paragraph auf Tastatur

Bitkom zur Novelle des NetzDG

Der Bundestag verabschiedet am heutigen Donnerstag (06.05.) eine weitere Novelle des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG). Dazu erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
Netflix

Apple scheitert mit Vereinnahmung von Netflix

Um weiter Provisionen von Netflix bei Abschluss oder Verlängerung eines Abos durch User über die App auf Apple-Geräten zu erhalten, hat der iPhone-Konzern 2018 große Anstrengungen unternommen - jedoch ohne Erfolg.
Online-Shopping

Verbraucher kaufen im Internet am liebsten auf Rechnung

Der Kauf auf Rechnung ist in Deutschland weiterhin die beliebteste Zahlungsart beim Online-Shopping - allerdings mit rückläufiger Tendenz.
Paypal

Paypal: QR-Codes auch für Kassensysteme in Deutschland

Paypal will in Deutschland eine größere Rolle beim Bezahlen an der Ladenkasse spielen und setzt dabei auf das Scannen von QR-Codes auf dem Handy-Bildschirm.
Partnerschaft

Global IT Alliance durch indischen Partner Dynacons erweitert

Die von der Bechtle AG 2013 initiierte Global IT Alliance (GITA) erweitert ihr Netzwerk um einen neuen Partner in Indien. Dynacons Systems & Solutions Ltd. ist seit 25 Jahren erfolgreich im indischen Markt aktiv.
Microsoft

Microsoft bietet Datenverarbeitung in Europa an

Microsoft hat eine weitreichende Produktoffensive gestartet, um auf Datenschutzbedenken in Europa einzugehen. Kunden des Softwaregiganten in der Europäischen Union sollen künftig ihre Daten bei Microsoft ausschließlich in der EU verarbeiten und speichern…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.