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Social Media

Authentische Social-Media-Nutzer sind glücklicher als diejenigen, die sich lieber verstellen. Ehrlichkeit auf sozialen Plattformen macht Menschen mit ihrem Leben zufriedener und wirkt sich positiv auf ihr mentales Wohlbefinden aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Columbia University.

Echtes Selbst bestätigen

"Wenn Social-Media-User ehrlich sind, zeigen sie nicht nur die schönen Seiten ihres Lebens und geben zu, wenn es ihnen schlecht geht. Bekommen sie darauf positive Rückmeldungen, bestätigt das ihr echtes Selbst. Lob für eine geschönte Darstellung führt nur zu mehr Täuschung. Es gibt aber auch Menschen, die nur über negative Emotionen schreiben und damit nach Mitleid suchen. Authentische User müssen genau das ausdrücken, was sie wirklich fühlen", empfiehlt Stefan Caduff, Geschäftsleiter der Medienpsychologie-Institution SAPIA, im pressetext-Interview.

Die Forscher haben 10.560 Facebook-Profile untersucht. Von den Likes und Status-Updates haben sie deren Persönlichkeitsmerkmale nach dem psychologischen "Big Five"-Modell definiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass authentische Offenheit und Lebenszufriedenheit miteinander in Zusammenhang stehen.

Idealisierte Darstellung schadet

Zusätzlich zu den Facebook-Profilen hat das Team ein Experiment mit 90 Studenten durchgeführt. Über den Zeitraum von jeweils einer Woche mussten die Probanden entweder authentische Inhalte posten oder eine idealisierte Selbstdarstellung pflegen. In Befragungen haben die Wissenschaftler schließlich den Gemütszustand analysiert. Auch hier zeigte sich, dass eine ehrliche Haltung im Social Web deutlich glücklicher macht. "Ob die Verwendung einer Plattform hilft oder schadet, hängt davon ab, wie man sich darauf ausdrückt", erklärt Koautorin Erica Bailey.

www.pressetext.com


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